Anna Jermolaewa
geb. in Sankt Petersburg/Russland, lebt in Wien
Tafel der Ehre, 2012
Fotoinstallation
Im Foyer macht Jermolaewa das Museum als Arbeitsplatz sichtbar: Auf großen Tafeln sind die Beschäftigten mit Foto, Name und Berufsbezeichnung zu sehen. Scheinbar gleichen sie jenen Tafeln, mit denen in der ehemaligen Sowjetunion die „Besten“ als Vorbild geehrt wurden. Hier jedoch wird jede Wertung unterlaufen: Ob Reinigungskraft oder Direktorin – alle tragen zum Funktionieren bei.
Auf der Karte (siehe Download) finden Sie dieses Kunstwerk unter der Nummer (1).
Nordbahn, 2012
Videoinstallation
Den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr entlang der Nord- und Ostbahn nahm Jermolaewa als Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Sie führte Gespräche mit PflegerInnen aus Tschechien und der Slowakei über deren Arbeitsalltag, die Umstände des Pendelns sowie persönliche und familiäre Aspekte. In Videos, die entlang einer Lokomotive der „Nordbahn“ montiert sind, kommen diese zu Wort: In Pflegeberufen in Österreich tätig zu sein, bedeutet Rundumverfügbarkeit und oft keine soziale Absicherung.
Auf der Karte (siehe Download) finden Sie dieses Kunstwerk unter der Nummer (3).
Biographie:
1998 Diplom an der Universität Wien (Fakultät für Kunstgeschichte); 2002 Diplom an der Akademie der bildenden Künste, Wien (Malerei, Graphik & Neue Medien).
Unter anderem hatte sie Einzelausstellungen im Salzburger Kunstverein (2012), Institute of Contemporary Art, Sofia (2011), Kunstverein Friedrichshafen (2009), XL Gallery Moscow (2008), Museum moderner Kunst, Passau (2004), Magazin 4, Bregenz (2002), Blickle Stiftung (2002), Institute of Visual Arts, Milwaukee (2000) und war an mehreren internationalen Gruppenaus¬stellungen beteiligt, wie zum Beispiel im ZKM/Museum für neue Kunst, Karlsruhe (2011), National Centre for Contemporary Arts, Moskau (2009), Herzliya Museum of Contemporary Art, Tel Aviv (2008), Mumok, Wien (2005), Kiasma’s Collection, Helsinki (2005), Sprengel Museum, Hannover (2003), Frankfurter Kunstverein (2002), Stedelijk Museum (2001) und Venedig Biennale (1999).