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Beide Objekte sind im gotischen Design gearbeitet. Viele amerikanische und französische Vergleichsstücke des Zeitraums zeigen mehr oder minder naturgetreue architektonische Elemente des gotisches Maßwerks. Dieses Muster gehörte zu den beliebtesten Motiven früher Pressgläser. Die Eintragungen im Grundinventar aus dem Jahr 1837 geben einige Hinweise auf die Herkunft der Objekte. Der viereckige Zuckerbecher (Abb. 17) stammt angeblich aus Amerika. Nun ist dieser Fußbecher jedoch im Musterbuch des französischen Glashändlers Launay & Hautin um 1840 abgebildet und gehört damit zur Produktpalette der Glashütten Baccarat und St. Louis. Auch ist ein identisches Vergleichsstück aus dem Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern für die Cristalleries de St. Louis in Frankreich ausgewiesen. Die viereckige Zuckerdose mit Deckel und Untersatz (Abb. 18) stammt angeblich aus Frankreich und soll über Lobmeyr in die Sammlung gekommen sein. Die Herkunft eines nahezu identischen Stücks aus dem Corning Museum im amerikanischen Bundesstaat New York ist jedoch für Neu-England nachgewiesen. Demnach dürfte es sich bei dieser Deckeldose um ein recht seltenes Exemplar handeln. Es stellt sich die Frage, ob nicht bei der Eintragung in das Grundinventar ein Fehler unterlaufen ist. Die beiden Stücke dürften vertauscht worden sein. Mit einem Wort: Der Zuckerbecher (Abb. 17) ist wahrscheinlich französischer, die Zuckerdose mit Deckel (Abb. 18) vermutlich amerikanischer Herkunft. |
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