Cinématograph Filmaufnahme-, Wiedergabe- und Kopiergerät
Lumière Frères, Lyon, seit 1895
Laufbild
Der
Elektrische Schnellseher von Ottomar Anschütz, das
Kinetoskop von Thomas A. Edison und der
Cinématograph der Gebrüder Lumière präsentieren laufende Bilder.
Verbessertes Fotomaterial macht es um 1880 möglich, auch schnelle Bewegungsabläufe abzubilden. Der Deutsche Ottomar Anschütz experimentiert mit Serienaufnahmen laufender Tiere. Er konstruiert den
Elektrischen Schnellseher mit einer Rotationsscheibe, auf deren Außenrand solche Serien aufgebracht sind. Gegen Münzeinwurf beginnt sich die Scheibe zu drehen und ein einzelner Betrachter kann durch eine Guckvorrichtung die Bewegungssequenz bestaunen.
In enger Kooperation mit dem Filmhersteller Eastman entwickelt Thomas A. Edison das
Kinetoskop – einen Münzapparat, der 15 Meter Zelluloidfilm für einen einzelnen Betrachter abspielt. Im Oktober 1895 stellen die Brüder Lumière in Paris ihren
Cinématographe vor, mit dem Szenen auf perforierten Filmstreifen aufgenommen und mittels einer Bogenlampe auf eine Leinwand projiziert werden können. Das größere Publikum, das der
Cinématographe bedient, zeitigt höhere Erlöse und gibt dem Kino die Form, die es zu einer aufblühenden Industrie werden lässt.
Inv.Nr. 13294