Drei-Farben-Autotypie Druckplatten
um 1910
Gedruckte Fotografien
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt Georg Meisenbach die Autotypie, ein Verfahren, das das Abdrucken von Fotografien in der Presse ermöglicht.
Zum Drucken von Fotografien entwickelt der Nürnberger Kupferstecher Georg Meisenbach um 1880 das Verfahren der
Autotypie. Ein fotografisches Motiv auf einer Glasplatte wird dazu auf eine mit Asphalt beschichtete Zinkplatte belichtet. An hellen Stellen mit hohem Lichteinfall wird der Asphalt hart, an solchen mit wenig Licht kann er abgewaschen werden. Die freigewaschenen Stellen werden tiefer in die Platte geätzt und es bleibt eine erhabene Druckvorlage übrig.
Um auch Grautöne abbilden zu können, wird beim Belichten eine Glasplatte mit einem sehr feinen Raster zwischen das fotografische Negativ und die Zinkplatte geschoben. Je heller eine Bildstelle am Negativ, desto mehr Licht fällt durch die betreffenden Rasterfelder und umso größere und entsprechend dichter liegende Punkte entstehen auf der lichtempfindlichen Schicht. Nach dem Tieferätzen liefert die Platte ein Druckbild, auf dem die schwarzen Punkte – je nach ihrer Dichte – als verschiedene Grautöne erscheinen.
Inv.Nr. 13888/1