Feldfernschreiber TBS/24 a
System R. Hell, Siemens, 1941
Krieg der Nachrichtentechnik
Einsatzbefehle per Funk und Fernschreiber ermöglichen während des Zweiten Weltkriegs die Kriegsführung über tausende Kilometer Entfernung hinweg.
1939 beginnt das
NS-Regime den Zweiten Weltkrieg. Schon davor hat man zivile Telegrafen- und Telefonnetze sowie Funknetze nach militärischen Anforderungen ausgebaut. Die Rundfunkindustrie des
Dritten Reiches fabriziert überwiegend militärische Nachrichtentechnik. Mit dem Überfall deutscher Truppen auf verschiedene Länder werden die Netzwerke durch spezielle Nachrichtentruppen auf die Frontgebiete ausgedehnt. Jeder fünfte Soldat der
Wehrmacht ist ein Nachrichtensoldat.
Auf dieser Grundlage kann der beispiellose Eroberungs- und Ausrottungskrieg von Kartentischen in rückwärtigen Bunkeranlagen aus geführt werden. Armeen werden über tausende Kilometer Entfernung hinweg per Fernschreiber, U-Boote auf hoher See per Funk dirigiert. Zur Verschlüsselung des Funkverkehrs dient die
Enigma, die Klartext in Chiffren umwandelt. Richtfunkpeilsender wie der US-amerikanische
Adcock-Peiler dienen dagegen dazu, gegnerischen Funk zu orten und abzuhören, um Gegenmaßnahmen treffen zu können.
Inv.Nr. 54872