Herzschrittmacher Hyman

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© Technisches Museum Wien

Das kiloschwere Ungetüm, das man im Technischen Museum Wien bewundern kann, erinnert allerdings weniger an einen Herzschrittmacher als an den Motor einer mittelgroßen Maschine. Und doch ist dieses Gerät der Vorläufer aller heutigen Herzschrittmacher.

Der amerikanische Arzt und Wissenschaftler Albert Hyman hatte vor fast 100 Jahren eine faszinierende Beobachtung gemacht: Er konnte ein Herz nach einem Stillstand durch eine direkte Injektion in den Muskel wieder „in Gang“ bringen. Bald fand er heraus, dass das Herz nicht durch die injizierten Substanzen, sondern durch den Stich selbst wieder zu schlagen begann. Die kleine Verletzung bewirkte einen Stromimpuls, der das Herz neu startete.

Hyman forschte daraufhin weiter und baute ein Gerät, das durch eine Nadel von außen elektrische Impulse direkt ins stehengebliebene Herz sendete und es so wieder zum Schlagen bringen konnte. Er erhielt 1933 das Patent auf den ersten „künstlichen Herzschrittmacher“. Von den drei ursprünglichen Hyman Herzschrittmachern ist allerdings keiner erhalten geblieben.

Im Technischen Museum können Sie einen der wenigen, originalgetreuen Nachbauten dieses medizintechnischen Meilensteins bewundern. Außerdem zeigen wir in unserer Ausstellung „Abenteuer Forschung“ wie aus dem nähmaschinengroßen Hyman Herzschrittmacher jene winzigen, implantierbaren Geräte entwickelt wurden, die heute bei zu langsam schlagenden Herzen einen gesunden Rhythmus vorgeben und ihren TrägerInnen ein normales Leben ermöglichen.

Leihgeber: Heart Rhythm Foundation, Washington D. C.



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