Wandtelefon
Siemens & Halske, 1908
Telefon
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt die Geschäftswelt die Vorteile des Telefons. Rasch entstehen Telefonzentralen mit hunderten, später tausenden Anschlüssen.
1876 meldet Alexander G. Bell in Boston ein Patent für ein Telefonsystem an, das auf folgendem Prinzip beruht: Im Sendegerät versetzen die Schallwellen der gesprochenen Sprache ein Metallplättchen in Schwingung. Die Schwingung erzeugt in einer Spule Wechselstrom, der über eine Drahtleitung übertragen wird. Am Empfangsgerät lassen die Stromimpulse ihrerseits ein Metallplättchen schwingen, wodurch die Worte wieder hörbar werden.
Nach ersten Vorführungen hierzulande in Innsbruck und Wien sucht eine private Wiener Gesellschaft um eine Telefonkonzession an. 1881 ergeht seitens des Handelsministeriums die Konzession
zur Herstellung und zum Betrieb von Telephonleitungen im Umkreis von 15 Kilometern um den Stephansdom. Vom Telegrafenbauer Otto Schäffler wird eine für 500 Anschlüsse konzipierte Telefonzentrale eingerichtet. In einer Zeitungsanzeige erscheint eine Liste mit den Namen der ersten 154 Abonnenten – fast ausschließlich Industrielle, Bankiers und Journalisten.
Inv.Nr. 54561