Western Electric Nadel- und Lichttonfilmprojektor
Electrical Research, New York 1928
Tonfilm
Die Schwierigkeit beim frühen Filmton besteht darin, Filmband und Schallplatte synchron abzuspielen. Der amerikanische Film
The Jazz Singer aus dem Jahr 1927 markiert den Beginn der Tonfilmära.
Versuche, den stummen Bildern der Leinwand Tonaufnahmen zu unterlegen, scheitern zunächst an Problemen wie der geringen Lautstärke und dem mangelhaften Gleichlauf zwischen Bild und Ton. Zwar gibt es seit den 1910er-Jahren kaum eine Filmvorführung ohne Musikbegleitung, doch ist die lippensynchrone Wiedergabe von Sprache erst nach langwierigen Versuchen möglich. Als erster Tonfilm gilt
The Jazz Singer, ein amerikanischer
Nadeltonfilm von 1927. Zum weltweiten Standard wird aber erst das spätere
Movietone-System, bei dem der Ton nicht von einer gleichzeitig abgespielten Schallplatte kommt, sondern als Lichtspur direkt auf den Filmstreifen kopiert ist.
Die Umstellung auf den Tonfilm erfordert ein Umrüsten der Projektoren und Kinos und die Festlegung der Bildfrequenz. Der Tonfilm verändert aber auch die Verleihbedingungen radikal: Filme sind jetzt nur mehr dann weltweit einsetzbar, wenn sie in verschiedenen sprachlichen Versionen hergestellt werden.
Inv.Nr. 17344