Benzin-Zapfsäule „ROCCO“, um 1930

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Straßenverkehr
Ausstellung
Mobilität
Epoche
1930 - 1939
„Das gibt es an jeder Tankstelle“ – doch was, wenn es keine Tankstellen gibt? Das heute selbstverständliche Netz an Zapfsäulen im ganzen Land musste erst mühsam aufgebaut werden.

Der Aufbau einer Tank-Infrastruktur war Voraussetzung für die Motorisierung. Um 1900 war der Einkauf von Kraftstoff für das Automobil oder das Motorrad nicht immer einfach. Benzin war ein Petroleum-Destillat, das eigentlich als Fleckputzmittel verwendet wurde. Es war daher vorwiegend in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Später verkauften auch Eisen- und Gemischtwarenhandlungen den Kraftstoff. Die Metallwarenfabrik Rosenthal im 20. Bezirk in Wien war zunächst spezialisiert auf die Herstellung von Petroleumlampen, Heizlampen und Gasherden. Dann wurde Rosenthal zum ausschließlichen Lieferanten für Kraftstoff des Österreichischen Automobil-Clubs in Wien.

1899 begann Rosenthal im Einvernehmen mit dem Club, Benzinstationen über ganz Österreich zu verteilen. 1900 gab es 70, 1908 bereits über 600 Tankstellen, an denen man Kraftstoff für Automobile und Motorräder kaufen konnte. Ihrer Form wegen wurden die Benzinabgabestellen bald „Zapfsäulen“ genannt.

Ab 1930 entwickelte sich die Tankstelle in ihrer heutigen Form.


Inv.Nr. 20448

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