• FA-123527 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Elektrotechnik
Ausstellung
Energie
Epoche
1850 - 1899

Dynamomaschine von Gramme

Von der Weltausstellung nach Berndorf: Mithilfe der Dynamomaschine wurden Bestecke beschichtet und Straßen beleuchtet.

Im 19. Jahrhundert war die galvanische Beschichtung von Metalloberflächen eine der ersten kommerziellen Anwendungen des elektrischen Stroms. Die Gleichstrom-Dynamomaschinen des Belgiers Zénobe Gramme sind als Spannungsquellen dafür besonders gut geeignet, da sie in der Lage sind, hohe Stromstärken bei geringen Spannungen zu liefern. Gramme gelingt es in den späten 1870er-Jahren, den Wirkungsgrad der Maschinen zu erhöhen, indem er die sogenannten Wirbelströme verringert. Für den magnetischen Teil des Läufers verwendet er anstelle von massivem Eisen gegeneinander isolierte Bleche.

Der Berndorfer Unternehmer Alfred Krupp erwarb diese Maschine auf der Wiener Weltausstellung 1873 und setzte sie zur dekorativen Beschichtung von Bestecken ein. Erfreulicher Nebeneffekt für die Bevölkerung: Mit diesem Dynamo wurde auch die öffentliche Beleuchtung in Berndorf als einer der ersten Gemeinden in der Monarchie eingeführt.


Inv.Nr. 4988
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