Gemälde eines Karbon-Urwaldes

Bild
Quelle: Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Bilddokumente
Ausstellung
Energie
Epoche
1910 - 1919
Das Bild zeigt einen Wald mit der typischen Vegetation für die Zeit der Steinkohlebildung. Die Pflanzen, aus denen sich Kohle bildete, sind vor allem Farne, Schachtelhalme und Bärlappgewächse.

Das große Gemälde zur Kohlebildung ist im Bereich „Zeit der Kraftstationen“ der Schausammlung Energie des Technischen Museums Wien zu sehen. Es zeigt einen Urwald, wie er vor ca. 300 Millionen Jahren ausgesehen hat. Die sogenannte Karbon-Zeit (360 - 286 Millionen Jahre vor unserer Zeit) war eine Zeit besonders intensiver Kohlebildung. Mehr als die Hälfte der heute geförderten Kohle stammt aus dieser Zeit. Fast immer handelt es sich dabei um Steinkohle. Braunkohle ist (fast immer) deutlich jünger, meist aus der Zeit vor 98 - 2 Millionen Jahren (Oberkreide bis Tertiär).

Die Bildung von Kohle aus Pflanzenmaterial nennt man Inkohlung. Sie beginnt mit der Entstehung von Torfmooren, wie man sie auch heute noch findet, z. B. das Ibner-Moor im östlichen Oberösterreich. Bei Druck- und Temperaturzunahme durch Gesteinsüberlagerung bildet sich dann zunächst Braun- und Steinkohle bevor schließlich Anthrazit entsteht, also fast reiner Kohlenstoff.
Für die Torfbildung gibt es zwei Voraussetzungen: Es muss ein reiches Wachstum an Pflanzen geben und das absterbende Pflanzenmaterial muss ausreichend mit Wasser bedeckt sein, sodass die Verwesung der Pflanzen unter Sauerstoff verhindert wird.

Inv.Nr. BPA-007810

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