Privatbrief, 1853

Die Post hielt bis ins 20. Jahrhundert ein Monopol auf den Transport von Nachrichten, vor allem auf den Briefverkehr. Das Beispiel zeigt einen Privatbrief von 1853, gesendet von Triest nach Villach.

Einen Brief zu versenden dauert heute oft länger als ein bis zwei Tage – kein Vergleich zur elektronischen Post via E-Mail. Mitte des 19. Jahrhunderts war die Sachlage dagegen anders: Über weite Entfernungen hinweg war die private oder amtliche Briefsendung per Boten, Pferd und Kutsche die schnellste Möglichkeit der Kommunikation, abgesehen von der gerade erst eingeführten und recht kostspieligen telegrafischen Nachrichtenübermittlung.

Das Archiv des ehemaligen österreichischen „Post- und Telegraphenmuseums“ beherbergt einen umfangreichen Bestand an Korrespondenzmedien, vor allem Briefe und Korrespondenzkarten, unterteilt nach Briefen mit und ohne Marken. Die Briefsammlungen geben über die Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts, vor allem aber über das Postwesen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Aufschluss. Der Bestand umfasst über 6.000 Archivalien. Dokumentiert ist weniger der Inhalt der versandten Schriftstücke als vielmehr die Art des Versandes (z. B. als Einschreiben), die Frankierung (Marken), Besonderheiten (wie z. B. Siegel) und die auf dem Brief aufscheinenden Stempel.


Inv.Nr. PA-Brw-000012
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