• Salon Radio © Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Radio und Fernsehen
Ausstellung
Inventarnummer 1938
Epoche
1930 - 1939

Salon Radio

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Nach dem Kriegsausbruch 1939 war der Besitz von Radio für Juden offiziell verboten. Regine Ehrenfest-Egger gab ihn aber nicht bei der Gestapo sondern im Technischen Museum ab.

Regine Ehrenfest-Egger (1868–1945) war mit Ingenieur Arthur Ehrenfest-Egger verheiratet, der 1934 in Wien starb. Bis zu ihrer Verhaftung durch die Polizei im Frühjahr 1944 lebte sie in ihrer Wohnung in der Mommsengasse. Im gleichen Haus lebte auch ihr Bruder Ernst Egger. Im Juni 1944 wurde sie ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort starb sie kurz vor der Befreiung des Lagers.

Im November 1941 bot Regine Ehrenfest-Egger neben dem Salon-Radio auch einen Crosby Dampf-Indikator (Inv.-Nr. 16.060/1-3), ein Messgerät für Dampfmaschinen, aus dem Nachlass ihres Mannes dem Museum als Geschenk an. Arthur Ehrenfest-Egger war bis zu seinem Tod Mitglied des im Museum angesiedelten „Kuratoriums des Forschungsinstituts für Geschichte der Technik“. 2007 beschloss der Kunstrückgabebeirat die Restitution der Objekte. 2008 konnten Verwandte von Regine Ehrenfest-Egger in Australien gefunden werden. Die Gegenstände wurden restituiert und vom Museum angekauft.



Inv.Nr. 16058
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