• FA-103194_Brahe-Sextant © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Physikalisch/chemische Grundlagen
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Sextant

Sextanten sind Winkelmessgeräte. Sie dienen zur Bestimmung von Sternpositionen und (als handliche Kleingeräte) zur Positionsbestimmung auf See.

Der Name „Sextant“ bezieht sich auf seine Form als Sechstel einer vollen Kreisscheibe. Der große Sextant aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien ist eine Kopie des 1582 gebauten Instruments des Astronomen Tycho Brahe. Mit einem Radius von 1,6 Metern waren die Geräte so schwer, dass man sie später fix an Wänden montierte.

Sterne oder Planeten wurden mit der Visiereinrichtung angepeilt. Der Winkel zum Horizont bzw. zu einem anderen Himmelskörper wurde an der großen Winkelskala abgelesen, die am Rand angebracht ist. Zusammen mit der Uhrzeit, zu der die Ablesung erfolgte, erhielt man zwei Koordinaten, die eindeutig die Position des Himmelsobjekts angaben. Wenig später konnte Johannes Kepler mit diesen Koordinaten die Bewegungsgesetze der Planeten nachweisen.

Winkel- und Zeitbestimmungen waren Jahrhunderte hindurch die wichtigsten Datenquellen für die „beobachtende Astronomie“, insbesondere die Himmelsmechanik.

Hersteller: Universität Oldenburg
Entstehungszeit: 1998

Inv.Nr. 50149/1
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