• FA-108410 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Epoche
1800 - 1849
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Taschenabakus

19. Jh.

Abakus


Das mechanische Recheninstrument Abakus ist im Handelswesen bereits seit Jahrtausenden im Einsatz. Gerechnet wird mit Kugeln, die auf Stäben verschoben werden.

Seit dem Altertum wird der Abakus von Händlern in Asien und in Europa zum Rechnen verwendet. Am Abakus werden Zahlwerte durch Holzkugeln dargestellt, die auf Stäben aufgefädelt sind. Entsprechend dem Stellenwertprinzip im Dezimalsystem tragen die Stäbe Kugeln für Einer, Zehner, Hunderter usw. Beim Verrechnen werden sie entsprechend verschoben. Die Summe zehn wird nicht durch zehn Einerkugeln, sondern durch eine Zehnerkugel dargestellt. Durch diesen Übertrag herrscht stets Überschaubarkeit.  

Auf Stellenwertprinzip und Dezimalsystem basiert auch das indische Ziffernsystem, das über Ziffern von eins bis neun und über ein Zeichen für null verfügt. Durch die Null wird die Stellenwertschreibweise auf Papier möglich, die aufwändige Rechenoperationen rascher durchzuführen erlaubt als römische Ziffern. Die indischen Ziffern gelangen im Mittelalter durch arabische Kaufleute nach Europa, wo sie in den Kontoren der Handelsstädte eine effiziente Buchführung ermöglichen.


Inv.Nr. 54937
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