• FA-123065 Quelle: Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Die Quellenvielfalt des Archivs
Sammlungsgruppe
Werbeschriften und Plakate
Epoche
1920 - 1929
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Waschkessel – Krupp, Berndorf, um 1925

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Der Prospekt der Berndorfer Metallwarenfabrik wirbt für einen Waschkessel aus Elektrolytkupfer, ein Kupfermetall mit hohem Reinheitsgrad.

Ein Waschkessel dient zum Auskochen von verschmutzter Wäsche. Erst im 20. Jahrhundert schätzte man als hygienische Maßnahme neben der reinigenden auch die keimtötende Wirkung durch Auskochen.

Dieser Werbeprospekt ist eine von ca. 5.000 Werbeschriften in- und ausländischer Firmen von 1850 bis heute, die sich im Museumsarchiv des Technischen Museums Wien befinden. Die Prospekte und Plakate, oft mit beigelegten Preislisten, bieten technische Informationen. Die Werbeschriften zeigen die technische Entwicklung vieler Produkte und spiegeln durch unterschiedlichste Gestaltungselemente die Veränderungen der Arbeitswirklichkeit, der Sprache, der Mode, des Designs und des Lebensgefühls in den vergangenen Jahrzehnten wieder.

Die Berndorfer Metallwarenfabrik entstand im Jahrhundert der Industrialisierung und Unternehmensgründungen. Sie wurde 1843 von Alexander Schoeller und Alfred Krupp gegründet und vor allem für die industrielle Herstellung von edlem aber erschwinglichem Tafelbesteck berühmt. Arthur Krupp, der Neffe des Gründers, übernahm die Fabrik 1879 und weitete die Produktion aus. Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf ca. 4.000 Arbeiter. Während des Ersten Weltkrieges wurde das Werk zum Rüstungsbetrieb. 1938 wurde die Arthur Krupp AG in den deutschen Krupp-Konzern eingegliedert, 1945 von den Sowjets übernommen und nach 1955 verstaatlicht.

Arthur Krupp (1836 - 1938) war erfolgreicher Industrieller, Abgeordneter im Herrenhaus des österreichischen Reichsrates und Präsident des Industriellen Clubs. Außerdem war er als Präsident des Kuratoriums und großzügiger Sponsor auch einer der wichtigsten Förderer des Technischen Museums Wien.


Inv.Nr. BPA-007728
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