Mai 2014 - Mai 2015

Unter dem Losungsworte Krieg und Technik

Eine Themenschau zum Ersten Weltkrieg in sieben Stationen

Bild

Kartoffelernte vor dem Technischen Museum Wien

Aufgrund des Mangels an Lebensmitteln wurden
sämtliche Freiflächen genutzt, um Gemüse anzubauen.
© Technisches Museum Wien

Laufzeit: 07.05.2014 - 26.05.2015


Das zentrale Thema der Schau ist das Phänomen einer totalen Kriegsführung, die alle Sektoren der Gesellschaft durchdringt. In sieben Stationen wird das Verhältnis zwischen Krieg und Bevölkerung im Allgemeinen sowie Krieg und Museum im Besonderen gezeigt.

Von der Front bis zur Heimatfront

Das zentrale Thema der Schau ist das Phänomen der totalen Kriegsführung, die alle Sektoren der Gesellschaft durchdringt. Denn für einen jahrelang andauernden Krieg sind neben Soldaten vor allem die Produktionskapazitäten der Landwirtschaft und der Rüstungsindustrie - die sogenannte Heimatfront - entscheidend.

Die Rolle des Museums im Ersten Weltkrieg

„Unter dem Losungsworte Krieg und Technik“ wollte Ludwig Erhard, erster Direktor des Technischem Museums, das zur Zeit des Kriegsausbruchs fertiggestellt wurde, sein Haus sehen. Es sollte eine patriotische Aufgabe erfüllen und mithelfen, die Bevölkerung bei den Fahnen zu halten. Die Themenschau behandelt insofern auch die Rolle des Museums, das zahlreiche Sammlungsobjekte direkt oder indirekt aus der Sphäre der Kriegsführung erhielt.

Der Krieg in sieben Stationen

In sieben Stationen wird das Verhältnis zwischen Krieg und Bevölkerung im Allgemeinen sowie Krieg und Museum im Besonderen gezeigt:

Front
Im Mittelpunkt steht ein Geschütz - eine Ikone des Ersten Weltkrieges - symbolisch für die Artillerie und die Grausamkeiten moderner Schlachtfelder.

Nachschub
Diese Station widmet sich dem Thema Verkehr im Weltkrieg. Die Geschichte der gesprengten Salcano-Eisenbahnbrücke über den Isonzo zeigt die Absurdität des Krieges.

Rüstung
Die Station Rüstung verweist auf die unersättlich nach Rohstoffen verlangende Rüstungsindustrie, die sich verschärfende Rohstoffknappheit sowie die Maßnahmen rund um die Patriotische Kriegsmetallsammlung.

Heimat
Diese Station steht im Zeichen des Kriegsalltags der Zivilbevölkerung. Der Mangel an Nahrungsmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs zwang die Menschen, auf Ersatzstoffe zurückzugreifen.

Propaganda
Der Alltag der Menschen war auch von einer allgegenwärtigen Propaganda etwa in der zensurierten Presse gekennzeichnet. Patriotische Dienste leistete auch die Musik – ob zum Marschieren oder zur Ablenkung.

Feldpost
Die Feldpost half, den Kontakt zwischen den Soldaten an den Fronten und den Angehörigen daheim aufrechtzuerhalten. Sie wurde natürlich auch zensuriert.

Telegraf
An den Fronten hielten Telefon, Telegraf und auch der Funk Einzug. Riesige Armeen ließen sich auf diese Weise aus der Ferne dirigieren. Dadurch rückte auch das Sterben weit weg.

Eine interaktive Medienstation stellt verschiedene historische Fotoalben zum Durchblättern bereit: von der Feldpost über Kriegspostkarten bis zu Frontaufnahmen und Aufnahmen von Kriegsversehrten beim Prothesentraining. Historische Stummfilme, die Einblicke in Rüstungsfabriken bieten, bringen ein Stück bewegten Kriegsalltag in die Themenschau.

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