Briefmarkenautomat
OePuBAG, Wien um 1910
Postbetrieb
Neben dem klassischen Postwesen übernimmt die Post in Österreich auch den Telegrafen- und Telefonbetrieb; sie betreibt weiters eine Rohrpost und offeriert die Möglichkeit von Postanweisungen.
Im 19. Jahrhundert wird die staatliche Post zum zentralen Träger des öffentlichen Nachrichtenverkehrs. Sie nutzt Eisenbahnen und Dampfschiffe zum Transport von Postsendungen und übernimmt um 1860 den Telegrafenbetrieb, der eine rasche, wenn auch teure Nachrichtenübermittlung erlaubt. Für innerstädtische Eilnachrichten errichtet sie in Wien ein unterirdisches Netzwerk: die
Rohrpost. Um 1900 übernimmt sie schließlich auch den Telefonbetrieb.
Postämter bieten zudem neue Dienstleistungen, wie den Zahlungsverkehr durch Postanweisungen, an. Postsendungen nehmen jährlich um Millionen zu, darunter Korrespondenzkarten und bunt bedruckte Bildpostkarten. Dies zieht eine Automatisierung der Bearbeitungs- und Beförderungsmethoden in den Großstädten nach sich. In Postzentralen arbeiten um 1910 elektrische Stempelmaschinen, automatische Paketwaagen oder Briefmarken- und Kartenautomaten. Pakettransporte zwischen Postamt und Bahnhof werden probeweise mit Benzin- oder Elektrobussen durchgeführt.
Inv.Nr. 55930