Enigma Funk-Verschlüsselungsmaschine
Chiffriermaschinen AG, Berlin 1933
Verschlüsselung
Der mit der Chiffriermaschine
Enigma verschlüsselte Funkverkehr der
Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg konnte von der Gegenseite schon bald entschlüsselt und ausgewertet werden.
Um zu vermeiden, dass der gegnerische Funkabhördienst Funksprüche mitlesen kann, werden sie verschlüsselt. Die
Deutsche Wehrmacht bedient sich dazu der Chiffriermaschine
Enigma, bei der die Buchstaben des Klartexts wie bei einer Schreibmaschine eingetippt werden. Die Maschine wandelt sie mit Hilfe dreier elektrisch verschalteter Walzen in Chiffren um. Die Chiffren werden gefunkt und beim Empfänger mit einer
Enigma, die exakt gleich eingestellt ist, entziffert.
Obwohl die
Enigma astronomisch viele Verschlüsselungsmöglichkeiten erzeugt, gelingt es der Gegenseite deutschen Funkverkehr mitzulesen. Nachdem der junge polnische Mathematiker Marian Rejewski schon vor Kriegsausbruch die
Enigma berechnet hat, sind es nach 1939 die Briten, die in Bletchley Park ein geheimes Entschlüsselungszentrum betreiben. Ab 1941 entstehen auch Zentren in Nordamerika. Fortan werden von Horchstellen auf der ganzen Welt deutsche Funksprüche – darunter Vollzugslisten der SS-Exekutionskommandos, die Juden und angebliche Partisanen zu Tausenden ermorden – abgehört, aufgezeichnet, entziffert und ausgewertet.
Inv.Nr. 33303