• FA-123319 Quelle: Technisches Museum Wien
Sammlungsbereich
Bestände des Archivs
Sammlungsgruppe
Schriftliche Quellen
Epoche
1930 - 1939
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Fragebogen aus der Personenmappe Friedrich Drexler (1858 - 1945)

Den Fragebogen für das Personenarchiv des „Österreichischen Forschungsinstituts für Geschichte der Technik“ füllte Friedrich Drexler am 09.05.1938 aus.

Das „Österreichische Forschungsinstitut für Geschichte der Technik“ (ÖFIT) wurde 1930 gegründet und am Technischen Museum Wien angesiedelt. Es legte eine Sammlung von biografischen Informationen und Unterlagen zu Technikern und Erfindern – vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts – an, die heute annähernd 400 Mappen umfasst.

Eine dieser Mappen gehört Friedrich Drexler, Elektrotechniker und Erfinder. Als Absolvent der Technischen Hochschule Wien (1874 - 1979) erwarb er Praxiserfahrungen bei der belgischen Maschinenbauanstalt Cockerill und bei der Brush-Gesellschaft in London. 1882 wechselte er zur Firma B. Egger in Wien, wo er ab 1884 als Chefkonstrukteur tätig war.

Zu seinem späteren Bedauern ließ er 1884 seine Erfindung elektrotechnischer Messgeräte – heute als Dreheiseninstrumente bekannt – nicht patentieren. Als einer der Ersten in Österreich baute er schon 1885 Dynamos. 1906 erwarb er schließlich ein Patent für die Erfindung des elektropneumatischen Traktursystems für große Orgeln. 1912 entwickelte er eine Zeitschreibevorrichtung für pneumatische und elektrische Orgelwerke. Von 1882 - 1938 war er mit Glühlichtinstallationen in Österreich, Russland und Italien und der Einrichtung großer elektrischer Kraftübertragungs- und Verteilungsanlagen in Fabriken sowie elektrischer Zentralen für Gemeinden beschäftigt.

1913 wurde Friedrich Drexler zum ersten behördlich autorisierten Zivilingenieur für Elektrotechnik bestellt und war als Sachverständiger in verschiedensten Gremien und Kommissionen tätig. Er verbreitete seine Kenntnisse in zahlreichen Vorträgen und Publikationen. In den Jahren 1912/13 war er Präsident und anschließend Ehrenmitglied des Elektrotechnischen Vereins. 1925 wurde er Ehrenbürger der Technischen Hochschule Wien.


Inv.Nr. PM-000056/1
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