Die Erfassung menschlicher Bewegungen grafisch Dargestellt in der Ausstellung

Alltag

Eine Gebrauchsanweisung

Die abwechslungsreiche Dauerausstellung geht auf rund 2.300 m2 den „Selbstverständlichkeiten“ des Alltags nach und stellt dabei den Menschen im Umgang mit Technik in den Mittelpunkt.
dauerhaft
Wir schalten eine Lichtquelle ein, um einen Raum zu beleuchten – und gleichzeitig, um uns sicher zu fühlen. Wir vermessen Menschen und ihre Bewegungen und ordnen danach Arbeits- und Wohnräume, Häuser und sogar Städte an. Mit Staubsaugern versuchen wir uns vor Staub, mit Pflanzenschutzmitteln vor Schädlingen zu schützen. Wir entsorgen Müll und schaffen mit dem Spülknopf der Toilette unsere menschlichen Abfallprodukte aus unserem Blick. Seit der Elektrokleinmotor Geräte antreibt, bewegen wir uns in unserem täglichen Umfeld anders als vorher. Wir verarbeiten Baustoffe und bearbeiten Nahrungsmittel, um sie für uns nutzbar zu machen und so lange wie möglich zu erhalten.

Die Bedienung von technischen Geräten verläuft nach selbstverständlichen Handlungsmustern, und selten fragen wir nach deren Bedeutung für uns und unseren Alltag. Benutzen wir Technik „nur“ oder ist der Umgang mit Geräten ein Ausdruck unserer Vorstellungen, wie wir unser Leben gestalten wollen? Weisen nur wir die Technik an oder bekommen auch wir Anweisungen für unser tägliches Leben von der Technik mitgeliefert? Und wie wirkt sich das allmähliche Verschwimmen der Grenze zwischen Technik und dem menschlichen Körper auf unsere Selbstwahrnehmung aus?

Im Mittelpunkt von „Alltag – eine Gebrauchsanweisung“ steht das Mensch-Technik-Verhältnis. Die zentralen Bezugsfelder sind der Körper, das Haus, die Stadt und die Umwelt. Der zeitliche Schwerpunkt liegt im 19. und 20. Jahrhundert. Anhand einer Vielzahl von historischen Objekten und einer erlebnisorientierten Ausstellungsgestaltung werden für alle Altersstufen und Interessen spannende Zugänge geboten.

Eindrücke

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