Blick hinter die Kulissen

Die Hochzeit der 12.10

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Nach der spektakulären Einbringung der Lokomotive ins Technische Museum Wien konnte nun Hochzeit gefeiert werden  so wird die Vereinigung der Lokomotive mit den Achsen liebevoll genannt. 

Für diesen Meilenstein im Zusammenbau der 12er, der Dampflok der Superlative, musste die Lokomotive um zwei Meter angehoben werden. Mit Hilfe mehrerer schwerer Gabelstapler wurden die Achsen unter den schwebenden Koloss gerollt. Die achtzig Tonnen schwere Lokomotive wurde anschließend Millimeter um Millimeter abgesenkt. Die Achslager und Gelenksbolzen mussten exakt ausgerichtet sein, um in die entsprechenden Ausnehmungen gleiten zu können. Da jede Achse mindestens fünf Tonnen auf die Waage bringt, mussten die MitarbeiterInnen des Technischen Museums jede Menge Kraft aufwenden und gleichzeitig viel Fingerspitzengefühl zeigen, denn das Einrichten einer Position erfordert allerhöchste Präzision.

Nach über acht Stunden Arbeit stand die Lok nun wieder auf eigenen Rädern. Nächster Arbeitsschritt: Das Drehgestell mit den zwei hinteren Laufachsen. Vor der Montage des Drehgestells musste allerdings noch ein weiterer schweren Bauteil der Bremse wieder eingebaut werden.
Jetzt wird die Lokomotive auf ihre endgültige Position mit dem Tender – dem Vorratswagen der die Wasser- und Kohlevorräte mitführt – geschoben, in den kommenden Monaten folgen noch zahlreiche Detailarbeiten, denn viele Einzelteile müssen noch restauriert und montiert werden.

  • KuratorInnen-Führung

    Dampflokomotive 12.10

    © Technisches Museum Wien

    Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie sich im Rahmen unserer Spezialführungen selbst ein Bild von diesem außergewöhnlichen Projekt!

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