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Internationaler Tag gegen Kolonialismus

Nachmittagsveranstaltung zur Dekolonisierung in Museen und Eröffnung der Intervention „Der Suezkanal – zwischen Ingenieurskunst und Kolonialismus“
Jugendliche & Erwachsene
Ab 16 Jahren
Event
Anlässlich des "Internationalen Tags gegen den Kolonialismus in allen seinen Arten und Erscheinungsformen" am 14. Dezember lädt das TMW zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Umgang mit kolonialer Vergangenheit in österreichischen Museen ein. Das Programm umfasst Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum sowie einen gemeinsamen Ausstellungsbesuch.

Im ersten Panel der Veranstaltung, „Was bedeutet Dekolonisierung in österreichischen Museen?“, beleuchten Vortragende aus Wissenschaft und Museumspraxis den aktuellen Forschungsstand und diskutieren Chancen und Perspektiven antikolonialer Museumsarbeit. Im zweiten Panel stellt das wissenschaftliche Team des TMW-Forschungsprojekts „Koloniale Infrastrukturen“ seine Arbeit mit Archivbeständen zu Infrastrukturprojekten in Ägypten, Brasilien, Indien und Namibia vor. Im Mittelpunkt stehen die kolonialismus- und rassismuskritische Erschließung, Erforschung und Vermittlung von technikhistorischen Quellen.

Im Anschluss findet ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch in der Dauerausstellung „Materialwelten“ statt. Dort wird die Intervention „Der Suezkanal – zwischen Ingenieurskunst und Kolonialismus“ erstmals gezeigt. Als Schaufenster des TMW-Forschungsprojekts „Koloniale Infrastrukturen“ thematisiert sie die Einbindung österreichischer Ingenieure und Unternehmen in koloniale Netzwerke sowie die wirtschaftlichen Vorteile, die sich daraus für die Habsburgermonarchie ergaben.

Das Forschungsprojekt wurde durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) gefördert.

Einlass | ab 12:00 Uhr

13:00–13:40 Uhr | Auftakt  

• Begrüßung 
Peter Aufreiter (TMW) 
 
• Koloniale Erwerbungen für Österreich? Über Forschung, Sammlungen und offene Fragen 
Pia Schölnberger (Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Stabsstelle Kunstrückgabe/Gedenkkultur)
 
• [re]framing Colonial Infrastructures – was erzählen Quellen aus dem TMW-Archiv über Österreichs koloniale Verflechtungen? 
Carla Camilleri (TMW) 
 
13:40–15:00 Uhr | Panel I:  Was bedeutet Dekolonisierung in österreichischen Museen?  
Moderation und Diskussion: Christina Schaaf-Fundneider (TMW) und Laura Bohnenblust (Universität Wien, Cultural Heritage Studies)
 
• Österreich und der Kolonialismus: Forschungsstand und Perspektiven  
Walter Sauer (Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte) 
 
• Anti-koloniale Arbeit in österreichischen Institutionen 
Mariama de Brito Henn (Universität Wien, Cultural Heritage Studies) 
 
• Sammlungen aus kolonialen Kontexten und die Chance, sich neue Fragen zu stellen  
Vanessa Spanbauer (Historikerin und freie Journalistin) 
 
Kaffeepause | 15:00–15:30 Uhr 
 
15:30–16:30 Uhr | Panel II: Einblicke in das Forschungsprojekt „Koloniale Infrastrukturen“ am Technischen Museum Wien 
Moderation und Diskussion: Carla Camilleri und Christina Schaaf-Fundneider (TMW)
 
• Ägypten: Die Planung des Suezkanals – Alois Negrellis Nachlass erschließen und kontextualisieren 
Julia Ametsreiter und Lukas Scheibenpflug (TMW)
 
• Brasilien: Dom Pedro II.-Eisenbahn – Archiv/Gegenwart 
Gudrun Rath (Kunstuniversität Linz)  
 
• Indien: North Western Railway – Akteure und Netzwerke einer kolonialen Infrastruktur 
Bettina Jernej (TMW) 
 
• Namibia: Otavibahn – Kolonialgeschichte kritisch vermitteln 
Michaela Frauwallner (TMW) 
 
16:45 –17:45 Uhr | Gemeinsamer Ausstellungsbesuch 
 
• Materialwelten – koloniales Erbe in der Materialität der Gegenwart 
Anne Ebert (TMW)  
 
• Der Suezkanal – zwischen Ingenieurskunst und Kolonialismus
Carla Camilleri (TMW)  

 

Programm downloaden

 


Die Veranstaltung findet im Festsaal auf Ebene 3 statt. Einlass ist ab 12:00 Uhr, Veranstaltungsbeginn ist um 13:00 Uhr.
© Technisches Museum Wien
Dauer: 05:45h
Gruppengröße: 90
  • Erwachsene € 0,00
  • Unter 19 Jahren € 0,00

Online-Ausstellung

Grafik mit vier farbigen Tafeln, die historische Szenen zum Kolonialismus zeigen, und einem geometrischen Rahmen über den Tafeln.

[re]framing Colonial Infrastructures beleuchtet koloniale Infrastrukturprojekte in Ägypten, Brasilien, Indien und Namibia und nimmt Österreichs Beteiligung am Kolonialismus kritisch in den Blick. 

Mo 14.12.12:00–17:45
Event
34 Plätze frei
€ 0,00