Um Energie einzusparen und den Museumsbetrieb nachhaltiger zu gestalten, tauschen wir sukzessive undichte Fenster aus. Unsere Objekte während der Bauarbeiten zu schützen, hat selbstverständlich oberste Priorität. Besonders bei den empfindlichen Musikinstrumenten wurde die Renovierung zu einer logistischen Herausforderung.
Um unserem Bekenntnis zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, sind auch einige Sanierungsarbeiten am historischen Museumsgebäude nötig. Seit 2016 werden mit Unterstützung der Burghauptmannschaft undichte Fenster sukzessive erneuert, wodurch wir Energie einsparen können, indem der Wärmedurchgangskoeffizient um zwei Drittel auf 1,1 W/m² reduziert wird.
Im Juni 2021 war es für die Räumlichkeit der Schausammlung Musik so weit: Die Fensterfront an der Nordseite des Gebäudes im vierten Obergeschoss sowie zwei große Fenster in den Vorbereichen zum Hauptraum der Musikausstellung, in den Ausstellungsbereichen „Klavierbau und Orgelbau“, waren auszuwechseln.
Wenn man einen Ausstellungsraum renovieren will, der historische Musikinstrumente beherbergt, hat man viel zu berücksichtigen. Staub, Temperaturschwankungen, instabile Luftfeuchtigkeit sind die normalen Umstände einer Baustelle, sie sind aber auch die größten Feinde alter Instrumente. Ein Fenstertausch klingt unkompliziert und nach Routine, in diesem speziellen Fall wird es zur logistischen Herausforderung.
Der Schutz der Musikinstrumente hatte im Rahmen dieses baulichen Eingriffes oberste Priorität. Vor allem bezüglich des stabilen Raumklimas sind historische Instrumente höchst empfindlich. Holz reagiert sehr sensibel auf wechselnde Luftfeuchtigkeit. Bei unzuträglichen und vor allem wechselhaften klimatischen Bedingungen können unterschiedlichste Schäden in der Konstruktion eines Musikinstruments verursacht werden. Diese Schäden destabilisieren nicht nur das Objekt als solches, sondern können auch die Funktionalität von spielbaren Musikinstrumenten negativ beeinflussen. Auch die zahlreichen selbstspielenden Musikinstrumente der Sammlung fallen unter die Kategorie „besonders empfindlich“. Die teilweise über 100 Jahre alten Spielmechanismen in diesen Geräten müssen regelmäßig gewartet werden und unterliegen strengen klimatischen Bedingungen.
Im Juni 2021 war es für die Räumlichkeit der Schausammlung Musik so weit: Die Fensterfront an der Nordseite des Gebäudes im vierten Obergeschoss sowie zwei große Fenster in den Vorbereichen zum Hauptraum der Musikausstellung, in den Ausstellungsbereichen „Klavierbau und Orgelbau“, waren auszuwechseln.
Wenn man einen Ausstellungsraum renovieren will, der historische Musikinstrumente beherbergt, hat man viel zu berücksichtigen. Staub, Temperaturschwankungen, instabile Luftfeuchtigkeit sind die normalen Umstände einer Baustelle, sie sind aber auch die größten Feinde alter Instrumente. Ein Fenstertausch klingt unkompliziert und nach Routine, in diesem speziellen Fall wird es zur logistischen Herausforderung.
Der Schutz der Musikinstrumente hatte im Rahmen dieses baulichen Eingriffes oberste Priorität. Vor allem bezüglich des stabilen Raumklimas sind historische Instrumente höchst empfindlich. Holz reagiert sehr sensibel auf wechselnde Luftfeuchtigkeit. Bei unzuträglichen und vor allem wechselhaften klimatischen Bedingungen können unterschiedlichste Schäden in der Konstruktion eines Musikinstruments verursacht werden. Diese Schäden destabilisieren nicht nur das Objekt als solches, sondern können auch die Funktionalität von spielbaren Musikinstrumenten negativ beeinflussen. Auch die zahlreichen selbstspielenden Musikinstrumente der Sammlung fallen unter die Kategorie „besonders empfindlich“. Die teilweise über 100 Jahre alten Spielmechanismen in diesen Geräten müssen regelmäßig gewartet werden und unterliegen strengen klimatischen Bedingungen.

© Technisches Museum Wien
Aufbau eines Schutzraumes für die Musikinstrumente
Während der Umbauarbeiten sollten die klimatischen Bedingungen für die Instrumente also möglichst kontinuierlich beibehalten werden. Die klimatischen Grenzwerte während der Bauphase wurden seitens der museumseigenen Abteilung für Restaurierung und Konservierung vorgegeben.
Ein von der Baustelle abgetrennter Bereich für die Musikinstrumente wurde hergestellt. Temperaturen von 22 bis 26 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 42% bis 55% sollten in diesem Raum beibehalten und stabil aufrechterhalten werden. Abrupte Schwankungen > +/- 10% oder > +/- 5 °C mussten verhindert werden. Grund für die relativ hohen Temperaturvorgaben war der Verpackungszeitpunkt bei 24 °C Raumtemperatur. Auch die normalerweise im Raum verteilten Luftbefeuchter wurden in diese große „Klimakammer“ verbracht. Auf die Inkludierung der Auslässe der Klimaanlage im Deckenbereich musste hier ebenfalls Rücksicht genommen werden.
Zwischen diesem Teil des Raumes, in den die Instrumente nun dicht zusammengestellt wurden und der Fensterfront wurde von der beauftragten Firma Jirka eine luftdichte Klimatrennwand errichtet. Zusätzlich wurde ein Tunnel als Zugangsschleuse für die Arbeiter errichtet. Die neuen Fensterstöcke sollten noch am selben Tag des Ausbaus eingebaut und die Flügel eingehängt werden. Die Fensterlöcher mussten von den ausführenden Fachkräften über Nacht und übers Wochenende geschlossen werden.
Während der Umbauarbeiten sollten die klimatischen Bedingungen für die Instrumente also möglichst kontinuierlich beibehalten werden. Die klimatischen Grenzwerte während der Bauphase wurden seitens der museumseigenen Abteilung für Restaurierung und Konservierung vorgegeben.
Ein von der Baustelle abgetrennter Bereich für die Musikinstrumente wurde hergestellt. Temperaturen von 22 bis 26 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 42% bis 55% sollten in diesem Raum beibehalten und stabil aufrechterhalten werden. Abrupte Schwankungen > +/- 10% oder > +/- 5 °C mussten verhindert werden. Grund für die relativ hohen Temperaturvorgaben war der Verpackungszeitpunkt bei 24 °C Raumtemperatur. Auch die normalerweise im Raum verteilten Luftbefeuchter wurden in diese große „Klimakammer“ verbracht. Auf die Inkludierung der Auslässe der Klimaanlage im Deckenbereich musste hier ebenfalls Rücksicht genommen werden.
Zwischen diesem Teil des Raumes, in den die Instrumente nun dicht zusammengestellt wurden und der Fensterfront wurde von der beauftragten Firma Jirka eine luftdichte Klimatrennwand errichtet. Zusätzlich wurde ein Tunnel als Zugangsschleuse für die Arbeiter errichtet. Die neuen Fensterstöcke sollten noch am selben Tag des Ausbaus eingebaut und die Flügel eingehängt werden. Die Fensterlöcher mussten von den ausführenden Fachkräften über Nacht und übers Wochenende geschlossen werden.

© Technisches Museum Wien

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Heikle Transporte
Historische Wiener Hammerflügel wie jene aus der Zeit zwischen 1780-1840 sind mit schlanken Holzbeinen ausgestattet, die mithilfe von Holzgewinden im Korpus fixiert sind. Die Instrumente müssen, um diese Gewinde zu schonen, getragen und dürfen nicht geschoben werden. Scherkräfte, die beim Transport mit Rollenböcken auftreten, könnten zu Schäden an diesen heiklen Verbindungen führen. Hier wurde zu viert manipuliert, um jedes Bein separat zu überwachen.
Da Vitrinen einen zusätzlichen Puffer für die Objekte darin bedeuten, wurden die in Vitrinen ausgestellten Objekte ebendort belassen und diese möglichst nicht bewegt. Offene Fugen wurden für zusätzlichen Staubschutz mit Klebeband abgedichtet.
An einigen selbstspielenden Instrumenten wie der Flötenuhr mussten vor der Manipulation die schweren Antriebsgewichte entnommen werden, um Schäden durch ein Pendeln dieser an Seilen hängenden Gewichte zu vermeiden.
Da manche Objekte aufgrund ihrer Größe nicht aus dem Baustellenbereich weggebracht werden konnten, wurden zusätzlich zur Trennwand Instrumente wie die Buckow-Orgel, die den Raum bis fast zur Decke füllt, eingehaust und penibel vor Staub geschützt.
Einige der besonders sensiblen historischen Hammerklaviere wurden mit Unterstützung der Firma Hengster Klaviertransporte verschoben. Alle anderen Objektmanipulationen wurden von Museumsmitarbeitern der Abteilungen Facility Management und Restaurierung erledigt. Zum Schutz vor Staub wurden – ebenfalls durch die Restaurierabteilung – alle Objekte mit Folie verpackt. Bei lackierten und polierten Oberflächen wurde zusätzlich Seidenpapier beigelegt oder mit einer Zwischenlage Tyvek, einem atmungsaktiven Fließmaterial, gearbeitet.
Historische Wiener Hammerflügel wie jene aus der Zeit zwischen 1780-1840 sind mit schlanken Holzbeinen ausgestattet, die mithilfe von Holzgewinden im Korpus fixiert sind. Die Instrumente müssen, um diese Gewinde zu schonen, getragen und dürfen nicht geschoben werden. Scherkräfte, die beim Transport mit Rollenböcken auftreten, könnten zu Schäden an diesen heiklen Verbindungen führen. Hier wurde zu viert manipuliert, um jedes Bein separat zu überwachen.
Da Vitrinen einen zusätzlichen Puffer für die Objekte darin bedeuten, wurden die in Vitrinen ausgestellten Objekte ebendort belassen und diese möglichst nicht bewegt. Offene Fugen wurden für zusätzlichen Staubschutz mit Klebeband abgedichtet.
An einigen selbstspielenden Instrumenten wie der Flötenuhr mussten vor der Manipulation die schweren Antriebsgewichte entnommen werden, um Schäden durch ein Pendeln dieser an Seilen hängenden Gewichte zu vermeiden.
Da manche Objekte aufgrund ihrer Größe nicht aus dem Baustellenbereich weggebracht werden konnten, wurden zusätzlich zur Trennwand Instrumente wie die Buckow-Orgel, die den Raum bis fast zur Decke füllt, eingehaust und penibel vor Staub geschützt.
Einige der besonders sensiblen historischen Hammerklaviere wurden mit Unterstützung der Firma Hengster Klaviertransporte verschoben. Alle anderen Objektmanipulationen wurden von Museumsmitarbeitern der Abteilungen Facility Management und Restaurierung erledigt. Zum Schutz vor Staub wurden – ebenfalls durch die Restaurierabteilung – alle Objekte mit Folie verpackt. Bei lackierten und polierten Oberflächen wurde zusätzlich Seidenpapier beigelegt oder mit einer Zwischenlage Tyvek, einem atmungsaktiven Fließmaterial, gearbeitet.

© Technisches Museum Wien

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Abbau, Reinigung, Wiederaufstellung
Nach Abschluss aller staubenden Arbeiten und den notwendigen Maler- und Reinigungsarbeiten wurden neue, grafisch gestaltete Lichtschutzvorhänge vor den Fenstern abgehängt. Zwei neue Videoprojektionswände wurden installiert. Diese Aufgaben übernahm die Abteilung für Ausstellungsbau und Medien. In den ersten beiden Augustwochen wurde die Ausstellung wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Videoprojektionen wurden im September 2021 gestartet.
Beim engmaschigen Monitoring der Klimawerte während der Bauphase wurden lediglich Temperaturschwankungen von 22-26 °C, also im Rahmen der Toleranzgrenzen, festgestellt. Auch die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit bewegten sich im angestrebten Bereich und entsprachen somit der Vorgabe vom Baubeginn Mitte Mai.
Nach Abschluss aller staubenden Arbeiten und den notwendigen Maler- und Reinigungsarbeiten wurden neue, grafisch gestaltete Lichtschutzvorhänge vor den Fenstern abgehängt. Zwei neue Videoprojektionswände wurden installiert. Diese Aufgaben übernahm die Abteilung für Ausstellungsbau und Medien. In den ersten beiden Augustwochen wurde die Ausstellung wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Videoprojektionen wurden im September 2021 gestartet.
Beim engmaschigen Monitoring der Klimawerte während der Bauphase wurden lediglich Temperaturschwankungen von 22-26 °C, also im Rahmen der Toleranzgrenzen, festgestellt. Auch die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit bewegten sich im angestrebten Bereich und entsprachen somit der Vorgabe vom Baubeginn Mitte Mai.