Di 08. März 2022
Die 12.10 ist die größte, schwerste, stärkste und schnellste Dampflokomotive, die jemals in Österreich gebaut wurde. Aber eines war sie nicht: ihrer Zeit voraus.
Die Dampflokomotive 12.10 wurde im Jahr 1936 in der Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut und ist die einzige von 13 Loks aus dieser Reihe, die heute noch erhalten ist. Mit insgesamt 22,6 Metern Länge, 138 Tonnen und 2.7000 PS stellte sie Rekorde auf – auch bei der Maximalgeschwindigkeit von 154 km/h. Und dennoch überrascht es, dass in den 1930ern noch einmal auf Kohle gesetzt wurde, zumal bereits 1919 das Elektrifizierungsprogramm der Österreichischen Bahnen begann. Denn nach dem Ersten Weltkrieg wollte man unabhängig von Kohleimporten sein und die benötigte Energie autark mithilfe von Wasserkraft erzeugen.

Allein auf der Strecke von Wien bis Linz wurden im sogenannten „Führerstand“ vier Tonnen Kohle verheizt: Allein auf der Strecke von Wien bis Linz wurden im sogenannten „Führerstand“ vier Tonnen Kohle verheizt
Allein auf der Strecke von Wien bis Linz wurden im sogenannten „Führerstand“ vier Tonnen Kohle verheizt
Nach 20-jähriger Betriebszeit, in der sie 24.000 Tonnen Kohle verbrauchte, wurde die Dampflok 12.10 im Jahr 1956 außer Betrieb genommen. Erst 1976 fuhr die letzte Dampflokomotive im regulären Verkehr in Österreich: Nach 20-jähriger Betriebszeit, in der sie 24.000 Tonnen Kohle verbrauchte, wurde die Dampflok 12.10 im Jahr 1956 außer Betrieb genommen. Erst 1976 fuhr die letzte Dampflokomotive im regulären Verkehr in Österreich
Nach 20-jähriger Betriebszeit, in der sie 24.000 Tonnen Kohle verbrauchte, wurde die Dampflok 12.10 im Jahr 1956 außer Betrieb genommen. Erst 1976 fuhr die letzte Dampflokomotive im regulären Verkehr in Österreich
Aufwendig restauriert steht die Gigantin unter den Loks nun in den Hallen des Museums und ist nicht nur eine imposante Erinnerung an die damaligen technischen Leistungen, sondern zeugt auch von den gesellschaftspolitischen Diskursen, die den gegenwärtigen Diskussionen rund um die Energiewende ähneln.

In der Präsentation im Museum wird beispielsweise gezeigt, dass die Dampflok aus den 1930er-Jahren auf der Strecke Wien-Salzburg einen geringeren CO2-Ausstoß pro Kopf produzierte als heutige Flugzeuge: In der Präsentation im Museum wird beispielsweise gezeigt, dass die Dampflok aus den 1930er-Jahren auf der Strecke Wien-Salzburg einen geringeren CO₂-Ausstoß pro Kopf produzierte als heutige Flugzeuge
In der Präsentation im Museum wird beispielsweise gezeigt, dass die Dampflok aus den 1930er-Jahren auf der Strecke Wien-Salzburg einen geringeren CO₂-Ausstoß pro Kopf produzierte als heutige Flugzeuge
Thomas Winker, Kustode für spurgebundenen Verkehr im Technischen Museum Wien, erzählt im Podcast mehr über die „Dampflok der Superlative“ und, warum Kohleantrieb wieder attraktiv wurde.

Podcast: Dampflok 12.10

Weitere Informationen zur Dampflok 12.10: https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/die_1210

Dieser Audio-Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Produktionsbüro sisigrant für den Podcast "Im Museum" (https://www.immuseum.at)