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Kommission für Provenienzforschung
Kunstdatenbank des Österreichischen Nationalfonds

Provenienzforschung

Die Provenienzforschung untersucht die Herkunft der Objekte aus den einzelnen Sammlungsbereichen und prüft, ob diese den ursprünglichen EigentümerInnen in der NS-Zeit unrechtmäßig entzogen wurden.

Der Objektbestand des Technischen Museums Wien basiert auf staatlichen und privaten Sammlungen, die seit der Gründung an das damalige Technische Museum für Industrie und Gewerbe übergeben wurden. Im Laufe der Jahre wurden die Bestände des Museums durch die Eingliederung des ehemaligen Österreichischen Post- und Telegraphenmuseum sowie des Historischen Museum der österreichischen Eisenbahnen ergänzt. Im Jahr 2001 folgten die Bestände der Österreichischen Mediathek.

Seit dem Inkrafttreten des Kunstrückgabegesetzes 1998 werden die Bestände des Technischen Museums nach Objekten durchforstet, die als Folge der NS-Herrschaft in den Besitz des Museums gelangten. Tausende Objekte, Bücher und Archivalien wurden bereits auf die ihre Herkunft überprüft. Es werden nicht nur die Erwerbungen der Jahre 1933 - 1945 untersucht. Auch Erwerbungen nach 1945 werden einbezogen, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Technische Museum entzogene Objekte später erworben hat.

Insgesamt wurden bisher 14 Dossiers mit mehreren Hundert Objekten an den Kunstrückrückgabe-Beirat übermittelt. Dieser hat in allen Fällen die Rückgabe an die ursprünglichen EigentümerInnen empfohlen. Zudem übermittelte das Technische Museum Informationen zu 28 in der NS-Zeit im Kunsthandel erworbenen Objekten an den Österreichischen Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus zur Veröffentlichung in der Kunstdatenbank. Das Museum erhofft sich durch die Veröffentlichung weitere Hinweise auf die ursprünglichen EigentümerInnen dieser Objekte.

Das Technische Museum ist bemüht, die Erben der Objekte so rasch als möglich ausfindig zu machen, um die Objekte restituieren zu können. Es wird dabei vom Bundesministerium für Unterricht und Kunst, der Kommission für Provenienzforschung und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien unterstützt. 
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