Mi 15.12.2021

Die interaktive Ausstellung über Ernährung

Mit der Sonderausstellung FOODPRINTS lädt das Technische Museum Wien sein Publikum auf eine spannende Reise durch die Geschichte und Zukunft von Technik und Ernährung ein. Mit zahlreichen interaktiven Erlebnissen und multimedialen Installationen können Besucher_innen die unterschiedlichen Aspekte der facettenreichen Thematik auskosten und entdecken, was alles in unserem Essen steckt – an Technologie, an Ressourcen, an Arbeitsprozessen – und welche ökologischen, sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Effekte unsere Ernährung mit sich bringt.
Essen ist alltäglich, aber vielschichtig. Tagtäglich begegnen wir zahlreichen Fragen rund ums Essen, die uns ständig mit Entscheidungen konfrontieren: Was gibt’s heute zum Essen? Was ist da drin und ist das gesund? Woher kommt es und wie kommt es zu mir? Und ist das noch gut? Anhand dieser Fragen lädt das Technische Museum Wien sein Publikum ein, dem Essen auf die Spur zu gehen. Dabei soll bewusst gemacht werden, wie vielfältig die Faktoren sind, die unsere Entscheidungen im Supermarkt, in der Küche oder im Restaurant beeinflussen. Zusätzlich zeigt die Ausstellung FOODPRINTS auch, welchen Fußabdruck unsere Ernährung hinterlässt – also welche Auswirkungen die von uns getroffene Wahl hat auf die Umwelt und das Klima, auf den eigenen Körper und auf andere hat.

Nachhaltigkeit geht durch den Magen
Mit der Ausstellung FOODPRINTS zeigt das Technische Museum Wien, das die SDGs in Leitbild und inhaltlicher Ausrichtung integriert hat, wie weitreichend und eng unsere Ernährung mit den nachhaltigen Entwicklungszielen verknüpft ist. „Das geht weit über SDG 2 Kein Hunger hinaus“, erklärt Generaldirektor Peter Aufreiter. „Da spielt selbstverständlich ökologische Nachhaltigkeit eine große Rolle, aber auch faire Arbeitsbedingungen und weniger Ungleichheiten ebenso wie Informationen und Bewusstseinsbildung über gesunde Ernährung oder globale Verflechtungen in der Lebensmittelproduktion. Und natürlich auch SDG 9 – Wie können Innovationen zu nachhaltigen Lösungsansätzen für unsere derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen beitragen?“

Technik geht durch den Magen
Denn Essen verfügbar, haltbar, genießbar und leistbar zu machen, war seit jeher Triebfeder für technologische Innovationen – nun ist die Frage, wie traditionelle und moderne Technologien, das globale Ernährungssystem nachhaltiger gestalten können. Dazu werden historische Objekte und Technologien aktuellen Innovations- und Forschungsprojekten gegenüberstellt. So lernen BesucherInnen verschiedene innovative Ansätze kennen, die versuchen, den globalen und lokalen Herausforderungen zu begegnen: vom Roboter, der Tomaten erntet, über nachhaltiges Verpackungsmaterial aus Algen bis zum „Faked Meat“ aus Fantasietieren. Von innovativen Bewässerungssystemen über Drohnen, die gezielt Schädlinge bekämpfen, bis hin zu einer Live-Demonstration von Urban Farming, wo Salat, Pilze und Algen direkt in der Ausstellung wachsen.

Wissen geht durch den Magen
Besonderes Highlight der Ausstellung ist das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unterstützte tasteLAB. In diesem interaktiven Vermittlungsbereich mit durchgehend betreuter Demoküche gibt es Verkostungen von ungewohnten Geschmacksherausforderungen wie Insekten oder Algen ebenso wie von regional und nachhaltig erzeugten Produkten. In Workshops und Vorführungen können BesucherInnen ausgefallene Kochtechniken wie 3D-Druck kennenlernen, erhalten einen Vorgeschmack auf mögliches „Future Food“ und erleben anhand von Austernpilzen, die auf Kaffeesatz gezüchtet werden, wie nachhaltige urbane Landwirtschaft funktionieren kann. Außerdem können BesucherInnen in der Klima-Kochwerkstatt entdecken, wie einfach und wohlschmeckend nachhaltig kochen sein kann und erfahren mehr über die Arbeit von Seminarbäuerinnen und von regionalen LebensmittelherstellerInnen aus dem Netzwerk Kulinarik.

Geschmacksverstärkende Perspektiven und Einblicke
Zusätzlich zum vielfältigen Vermittlungsprogramm für Schulen und Einzelpersonen und dem interaktiven Vermittlungsbereich tasteLAB, wird die Sonderausstellung FOODPRINTS auch von einer digitalen Publikation begleitet, die die Thematik noch umfassender beleuchtet und während der gesamten Ausstellungsdauer stetig weiterwächst. Im FOODPRINTS-ZINE präsentiert das Technische Museum Beiträge und Interviews mit KuratorInnen und externen ExpertInnen über Themen wie klimafreundliches Essen, Regionalität und technische Möglichkeiten für Urban Farming, ebenso wie spannende Video-Reportagen, Kochvideos und exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Ausstellung. Außerdem werden Rezept-Ideen vorgestellt – wie etwa Klassiker aus den neun Bundesländern – und Experimente mit Geschmacks- und Gehörsinnen angeregt.

Heute lokal, morgen global
Unter dem Motto #Alliance4Science ist die Ausstellung FOODPRINTS Teil einer europäischen Kooperation zwischen dem Technischen Museum Wien, der DASA Dortmund und dem Parque de las Ciencias in Granada. Ziel der Kooperation ist, internationalen Austausch und nachhaltige Museumspraxis zu fördern, während die Themen Nachhaltigkeit und Innovation inhaltlich im Mittelpunkt stehen.

FOODPRINTS ist bis Sommer 2022 im Technischen Museum Wien zu sehen, danach wird die Ausstellung durch Europa reisen und als erstes in Schweden Station machen.

Untenstehend finden Sie Pressebilder zum Download sowie ausführlichere Presseinformationen zur Sonderausstellung, dem Vermittlungsprogramm und den Partnern der Ausstellung.

Fotos von der Pressepräsentation mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger finden Sie hier: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/27552

Im FOODPRINTS-ZINE, der begleitenden, digitalen Publikation, finden Sie noch weitere spannende Inhalte zum Thema Ernährung, Technik und Nachhaltigkeit:
https://www.technischesmuseum.at/museum/tmw-zine_unsere_storys/foodprints-zine
In diesem Bereich werden BesucherInnen „zu Tisch gebeten“, um den Inhalt unserer Nahrung in vier Gängen aus unter¬schiedlichen Perspektiven unter die Lupe zu nehmen
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_1
Es ist angerichtet: Auf der Tafel im Kapitel „Was ist da drin?“ entdecken BesucherInnen, was in den Lebensmitteln eigent¬lich steckt
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_2
Beim Thema Pflanzenzüchtung und Gentechnologie lohnt sich ein genauer Blick
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_3
In der Ausstellung können technische Gadgets entdeckt werden, die versprechen, zu einer ausgewogenen Ernährung beizutragen
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_4
Auch die SDGs sind maßgeblich in die Ausstellung integriert, wie zum Beispiel durch Impressionen, wie nachhaltige Ver-packungslösungen aussehen können
© Technisches Museum Wien
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Besonderes Highlight der Ausstellung ist das „tasteLAB“ mit durchgehend betreuter Demoküche
© Technisches Museum Wien
In Workshops und Vorführungen können BesucherInnen ausgefallene Kochtechniken und ungewohnte Geschmacks-herausforderungen kennenlernen
© Technisches Museum Wien
Es müssen nicht immer Nüsse sein – Insekten in der Schokolade
© Technisches Museum Wien
Es müssen nicht immer Nüsse sein – Insekten in der Schokolade
© Technisches Museum Wien
Im tasteLAB gibt es unterschiedlichste Verkostungen – von Insekten oder Algen bis hin zu regional und nachhaltig erzeugten Produkten
© Technisches Museum Wien
Campari-Caviar auf Basis der Molekularküche sorgen gemeinsam mit Orangensaft nicht nur für ein visuelles, sondern auch ein geschmackliches Erlebnis
© Technisches Museum Wien
Selbst gezogene Pflanzen aus dem SmartGrow sorgen für immer frische Kräuter in der Küche
© Technisches Museum Wien
Im tasteLAB erfahren BesucherInnen, wie einfach und wohlschmeckend nachhaltig Ernährung sein kann
© Technisches Museum Wien
In der Ausstellung wachsen Austernpilze auf Kaffeesatz – als Beispiel, wie nachhaltige, urbane Landwirtschaft der Zukunft funktionieren kann
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_6
Eingangsbereich der Ausstellung FOODPRINTS
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_7
Im Einkaufsspiel können BesucherInnen selbst Entschei-dungen treffen: Welches Produkt nehme ich? Am Check-out erfahren sie nicht nur mehr über die Implikationen der gewählten Option, sondern erhalten am Ende auch ein passendes Rezept, das als Inspiration für eine erweiterte Perspektive dienen soll
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_8
Im Kapitel „Ist das noch gut?“ geht es auch um die Geschichte der Haltbarmachung und Konservierung
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_9
Postkarten mit brennenden Fragen und Denkanstößen zur Ernährung können mitgenommen werden
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_10
Verpackungsmaterialien aus alternativen Rohstoffen wie Algen, Essensabfällen und Zucker zeigen, wie unsere Ernährung mit weniger Abfallstoffen einhergehen kann
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_11
Im Kapitel „Wer hat’s gebacken?“ wird anhand von Brot und Semmeln den Arbeitsprozessen hinter der Nahrungsmittel-produktion nachgegangen. Mithilfe einer Semmelkerb-maschine erhält die Kaisersemmel ihr typisches Muster
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_11
Welche Rollen spielen Mensch, Maschine und Zeit in unter-schiedlichen Produktionsstätten? Dabei werden auch die Arbeitsbedingungen in der nahrungsmittelverarbeitenden Industrie im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit reflektiert
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_13
Der Frage nach dem Preis von Lebensmitteln wird am Bei-spiel unseres Fleischkonsums nachgegangen. Dabei wird ebenfalls beleuchtet, welche Kosten die Umwelt trägt und wie sich die Lebensmittelproduktion auf unseren Planeten auswirkt
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_14
Ein Blick in Geschichte und Zukunft der Landwirtschaft – vom Traktor Steyr Modell 180 aus dem Jahr 1951 bis zur Drohne, die gezielt Schädlinge bekämpft
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_15
Ernährungspyramiden sollen zeigen, wie eine ausgewogene Ernährung aussieht und wie sich die Auffassung von „Gesundem Essen“ je nach Zeitgeist und Kultur ändert
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_16
Ernährungspyramiden sollen zeigen, wie eine ausgewogene Ernährung aussieht und wie sich die Auffassung von „Gesundem Essen“ je nach Zeitgeist und Kultur ändert
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_17
Am Eingang können BesucherInnen nachvollziehen, wo sie als KonsumentInnen im System Ernährung stehen
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_18
Am Check-out können BesucherInnen ihren „Einkaufszettel“ scannen und erfahren nicht nur mehr über die Implikationen der gewählten Option, sondern erhalten am Ende auch ein passendes Rezept, das als Inspiration für eine erweiterte Perspektive dienen soll
© Technisches Museum Wien
Ausstellung_FOODPRINTS_19
Foodsniffer - verdorbenen Lebensmitteln auf der Spur
© Technisches Museum Wien
Die Gabel Hapifork misst die Essgeschwindigkeit
© Technisches Museum Wien
Gabel Hapifork
Diorama einer Schokoladenfabrik
© Technisches Museum Wien
Diorama einer Schokoladenfabrik
Traktor Steyr Typ 180
© Technisches Museum Wien
Traktor Steyr Typ 180, Baujahr 1951
Werbeschild für Rhenania-Phosphat
© Technisches Museum Wien
Werbeschild für Rhenania-Phosphat
Semmelkerbmaschine Ringl
© Technisches Museum Wien
Semmelkerbmaschine Ringl, Baujahr 1930
Rohe Kakaobohnen "Ariba" im Glas
© Technisches Museum Wien
Rohe Kakaobohnen „Ariba“ im Glas
Glasflasche mit dem alchemistischen Zeichen für Spiritus
© Technisches Museum Wien
Vierkant-Glasflasche „Spiritus Vitrioli (in alchemistischen Zeichen)“, Mitte 18. Jahrhundert
Presstext FOODPRINTS
Teilnehmer_innen Pressekonferenz FOODPRINTS
Pressebilder FOODPRINTS
Vermittlungsprogramm FOODPRINTS
Partner- und Sponsorenstatements FOODPRINTS