Mi, 16.12.2020

Die neue Sonderausstellung ab 17. Dezember 2020

Die neue Ausstellung taucht in die Black Box der Künstlichen Intelligenz ein und findet dort faszinierende Algorithmen, geniale Innovationen und die zeitlosen Wünsche neugieriger Menschen.
Mittlerweile vergeht kaum ein Tag, in dem nicht über Künstliche Intelligenz berichtet wird. Wir lesen über technologische Meilensteine, bahnbrechende Innovationen und Zukunftsvisionen, die an Science-Fiction erinnern. Ständig ergeben sich neue Anwendungsgebiete, die vom Gesundheitsbereich über Industrie bis hin zur Kunst reichen. Gleichzeitig konfrontieren uns die neuen Technologien mit heiklen ethischen und sozialen Fragestellungen, die uns vor große Herausforderungen stellen werden.

Mit der neuen Sonderausstellung „Künstliche Intelligenz?“ beleuchtet und reflektiert das Technische Museum Wien Fakten und Mythen rund um eines der größten Innovationsthemen des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert die derzeitigen technologischen Entwicklungen und will zeigen, woran mit welchen Zielen geforscht wird, welche gesellschaftlichen Auswirkungen von den Ergebnissen zu erwarten sind und was hinter Trend-Schlagworten wie „maschinelles Lernen“, „Algorithmus“ oder „autonome Systeme“ eigentlich steckt.

„Künstliche Intelligenz?“ ist der dritte Teil der Ausstellungsreihe zu Innovation und Technik, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) entstanden ist. Auf fünf Stockwerken wird gemeinsam mit dem Publikum erkundet, wie wir mit Maschinen interagieren, wie Künstliche Intelligenz überhaupt funktioniert und wie sie unseren Alltag – auch unbewusst – verändert. Schließlich wird das künstlerische Potenzial der Maschinen ebenso wie die Möglichkeiten, die sich für Mobilität und Stadtentwicklung bieten, untersucht.

In einer bewegten Entdeckungsreise reflektiert die Ausstellung das Potenzial und die Risiken dieser innovativen Technologie auf unaufgeregte Weise und zeigt, wie zeitlos die dahinterstehenden menschlichen Wunschvorstellungen sind. Denn schließlich ist Künstliche Intelligenz ein Werkzeug wie jedes andere, aber der Diskurs für welche Zwecke wir es einsetzen, soll mit breiter gesellschaftlicher Beteiligung erfolgen.

Mit zahlreichen interaktiven Erlebnissen und multimedialen Stationen lädt die Ausstellung „Künstliche Intelligenz?“ zum immersiven Eintauchen in die Thematik und zu einem aktiven Museumsbesuch ein. Außerdem werden sowohl historische als auch innovative Highlight-Objekte gezeigt, wie zum Beispiel das Gläserne Gehirn, welches in zehnfach vergrößerten Maßstab den Informationsfluss im menschlichen Gehirn veranschaulicht, der moderne Roboter Cruzr ebenso wie seine „Vorfahren“, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen oder die ikonische Darstellung eines Neuronalen Netzwerks, die eigens für die Ausstellung erstellt wurde und weltweit einzigartig ist.

Digitales Magazin, neue Website und Museums-App
Erstmals wird die Sonderausstellung auch von einer digitalen Publikation begleitet, die die Thematik noch umfassender beleuchtet und während der gesamten Ausstellungsdauer stetig weiterwächst. So präsentiert das Technische Museum Wien auf seiner komplett neu gestalteten Website Beiträge und Interviews mit Kurator_innen und externen Expert_innen, die beispielsweise einen nüchternen Blick auf den Hype um Sexroboter werfen, hinterfragen welchen Einfluss Künstliche Intelligenz auf den Klimawandel nehmen kann und analysieren, inwiefern wir Robotern Vertrauen schenken können. Außerdem werden ebenfalls spannende Einblicke hinter die Kulissen der Ausstellung geboten. Die frisch gelaunchte Museums-App bietet außerdem nicht nur spannende Touren durch die Sonderausstellung, sondern auch zahlreiche weitere Möglichkeiten das gesamte Haus neu zu erkunden.

Weiteres Text- und Filmmaterial finden Sie im neuen KI-Zine.











Sujet KI
Sujet der Ausstellung „Künstliche Intelligenz?“
Eingang zur Ausstellung „Künstliche Intelligenz?“
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Eingang zur Ausstellung „Künstliche Intelligenz?“
Was kann über uns alles ausgesagt werden, wenn wir von Sensoren umfassend vermessen und die erhobenen Daten ausgewertet werden? An dieser Station gibt es Antworten.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Wir sind Daten: Datenstation zum Ausprobieren
Dass diese künstlichen neuronalen Netze viel besser funktionierten als gedacht, überraschte selbst die Forschungswelt. Das löste in den letzten zehn Jahren eine KI-Euphorie aus.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Neuronale Netze
Kunst und Künstlichkeit: Gemeinsam mit Algorithmen eröffnen sich in Musik, Literatur und Malerei neue Möglichkeiten des Schaffens.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Kunst und Künstlichkeit
Programme sind nur so gut wie ihre Trainingsdaten, die repräsentativ ausgewählt und so zahlreich wie möglich sein sollten.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Bereich "Erfolge und Herausforderungen der KI"
Schlafzimmer: Roboter im sehr privaten Bereich
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Schlafzimmer: Roboter im sehr privaten Bereich
Spielzeugroboter „Aibo“, 2020
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Spielzeugroboter „Aibo“, 2020
Das gläserne Gehirn
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Das Gläserne Gehirn
Es gibt nur zwei Zustände, nämlich „ist“ und „ist nicht“. Das ist das Prinzip des binären Systems. Historisch findet sich dieses bereits im Zahnrad wieder. Dort heißt es „halten“ und „loslassen“.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Mechanische Zeitleiste
Flötenspielautomat : Von einem Uhrwerk angetrieben und über Druckluft-schläuche versorgt, wurden Lippen und Finger bewegt und ein kleines Repertoire an Arien zum Besten gegeben.
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Flötenspielautomat „Automa suonatore di flauto“, 1849
Ahnengalerie der künstlichen Gestalten
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Ahnengalerie der künstlichen Gestalten
Kybernetische Maschine „MM7, Selektor“, 1961
© Technisches Museum Wien
Kybernetische Maschine „MM7, Selektor“, 1961
Mock-up des Roboters „Telenoid R4“, 2013
Entwickler: Hiroshi Ishiguro, Osaka
Leihgeber: Advanced Telecommunications Research Institute International, Kyoto
© Technisches Museum Wien/Sebastian Weissinger
Mock-up des Roboters „Telenoid R4“, 2013
Serviceroboter Cruzr, 2019
© UBTECH Robotics
Serviceroboter Cruzr, 2019