Cochlea-Implantat

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© Technisches Museum Wien
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Ausstellung
Abenteuer Forschung
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Es ist eine technische Revolution und viel mehr als ein gewöhnliches Hörgerät: Mit einem Cochlea-Implantat können taube Menschen wieder hören.

Die Aufgabe eines herkömmlichen Hörgeräts ist ganz einfach: Es ist ein Verstärker, der die Lautstärke aller Geräusche erhöht und direkt ins Ohr eines schwerhörigen Menschen leitet. Bei völliger Taubheit liegt allerdings fast immer eine Zerstörung spezieller Sinneszellen im Innenohr zugrunde – und da hilft auch kein Hörgerät.

Das Cochlea-Implantat ist eine revolutionäre technische Entwicklung. Es erlaubt selbst tauben Menschen, wieder zu hören. Die Cochlea ist ein schneckenförmiges Hörorgan, das im Innenohr sitzt. Mithilfe spezieller Sinneszellen verwandelt es Tonschwingungen in elektrische Impulse, die ans Gehirn weitergeleitet werden. Ein Cochlea-Implantat umgeht diese Sinneszellen. Ein Teil des ausgeklügelten Geräts liegt außerhalb des Ohres und fängt Schallwellen auf. Diese werden umgewandelt und gehen als elektrische Impulse an einen inneren Teil des Implantats, der direkt in die Cochlea eingepflanzt wird. Dieser Teil leitet die Impulse dann direkt an den Hörnerv weiter. Das Ergebnis: Taube Menschen können wieder hören – selbst dann, wenn ihre Sinneszellen in der Cochlea nicht funktionsfähig sind.

Die spezielle Art der künstlichen Schallumwandlung ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Wie nimmt ein Mensch mit Cochlea-Implantat Sprache, Musik und andere akustische Eindrücke wahr? In der Ausstellung „Abenteuer Forschung“ des Technischen Museum Wien können Sie es selbst hören. Zusätzlich bieten wir noch viele andere spannende Experimente, Informationen und Ausstellungsstücke zum Thema Cochlea-Implantat, Taubheit und Schwerhörigkeit.

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