• FA-112495 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Telekommunikation
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1940 - 1949

Feldfernschreiber TBS/24 a

System R. Hell, Siemens, 1941

Krieg der Nachrichtentechnik


Einsatzbefehle per Funk und Fernschreiber ermöglichen während des Zweiten Weltkriegs die Kriegsführung über tausende Kilometer Entfernung hinweg.

1939 beginnt das NS-Regime den Zweiten Weltkrieg. Schon davor hat man zivile Telegrafen- und Telefonnetze sowie Funknetze nach militärischen Anforderungen ausgebaut. Die Rundfunkindustrie des Dritten Reiches fabriziert überwiegend militärische Nachrichtentechnik. Mit dem Überfall deutscher Truppen auf verschiedene Länder werden die Netzwerke durch spezielle Nachrichtentruppen auf die Frontgebiete ausgedehnt. Jeder fünfte Soldat der Wehrmacht ist ein Nachrichtensoldat.

Auf dieser Grundlage kann der beispiellose Eroberungs- und Ausrottungskrieg von Kartentischen in rückwärtigen Bunkeranlagen aus geführt werden. Armeen werden über tausende Kilometer Entfernung hinweg per Fernschreiber, U-Boote auf hoher See per Funk dirigiert. Zur Verschlüsselung des Funkverkehrs dient die Enigma, die Klartext in Chiffren umwandelt. Richtfunkpeilsender wie der US-amerikanische Adcock-Peiler dienen dagegen dazu, gegnerischen Funk zu orten und abzuhören, um Gegenmaßnahmen treffen zu können.

Inv.Nr. 54872
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