Lichtstrahl-Oszilloskop

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Mess-, Prüf- und Regeltechnik
Ausstellung
Musikinstrumente
Epoche
1930 - 1939
Schwingungen sind mit dem bloßen Auge nur selten zu sehen. In ein elektrisches Signal umgewandelt, können sie in einem Oszilloskop beobachtet werden.

Ein Oszilloskop ist ein Gerät zur Beobachtung von Schwingungen. Dabei wird in einer Richtung die Auslenkung von der Ruhestellung aufgetragen. Senkrecht dazu wird diese Bewegung gleichsam in der Zeit „auseinandergezogen“, indem sich das schreibende Medium rasch von einer Seite zur anderen bewegt. So entsteht ein sogenanntes Weg-Zeit-Diagramm, häufig ein periodisches Schwingungsbild.

Heute verwendet man zur Darstellung der Schwingungen eine Bildröhre, ähnlich einem Fernsehapparat, auf der ein Elektronenstrahl eine helle Kurve „schreibt“ oder überhaupt einen Computerbildschirm. In den 1930er-Jahren, der Zeit aus der das Gerät aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien stammt, waren die Geräte noch nicht soweit entwickelt. Man benutzte daher einen Lichtstrahl zum Schreiben der Kurven auf einer Mattscheibe. Er wurde mit einem rotierenden Spiegel abgelenkt. Die Schwingung wurde mit einem Schwingspiegel mit Strahl aufgeprägt. Angeregt wurde dieser durch eine elektromagnetische Kraft in einer Spule-Magnetfeld-Kombination.

Hersteller: Siemens & Halske, Berlin
Entstehungszeit: um 1935


Inv.Nr. 62900/1

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