Rohrpoststation

Schulz u. Goebel, Wien 1890

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Post
Ausstellung
medien.welten

Rohrpost


Ende des 19. Jahrhunderts zieht der wachsende innerstädtische Nachrichtenverkehr den Aufbau neuer Mediennetzwerke nach sich. Zur Post und Telegrafie gesellen sich die Telefonie sowie ein unterirdisches Rohrpostsystem.

Zur Entlastung des innerstädtischen Nachrichtenverkehrs entstehen im späten 19. Jahrhundert in Metropolen wie London, Berlin, Paris und Wien unterirdische, vom dichten Straßenverkehr unabhängige Rohrpostnetzwerke. Postämter und Telegrafenzentralen werden durch Rohrleitungen verbunden, in denen Briefe und Telegramme in Metallpatronen (Pistons) mittels Luftdruck befördert werden. Für pneumatische Briefe stehen in Wien hunderte rote Briefkästen und dutzende Aufgabestellen in Post- und Telegrafenämtern zur Verfügung.

1913 gibt es in Wien über 50 Rohrpoststellen, die untereinander mit einem Rohrnetz von rund 82 Kilometern Länge verbunden sind. Befördert werden die Rohrpostbriefe in Zügen aus mehreren, aneinandergehängten Pistons. Diese durchlaufen die Rohrleitungen bis zu den Zwischen- oder Endstationen in diversen Ämtern, wo man die Briefe entnimmt, sortiert und an die Empfänger zustellen lässt.


Inv.Nr. 54630

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