Basis-Entfernungsmesser TODIS

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Geodäsie
Epoche
1970 - 1979
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Die Entfernung nicht zugänglicher Geländepunkte kann man mit Maßbändern nicht ermitteln. Man benutzt dazu optische Entfernungsmesser.

Die optische Messung von Distanzen beruht im Prinzip auf dem zweiäugigen Sehen. Blickt man auf einen entfernten Gegenstand, so entstehen durch den Augenabstand in den beiden Augen geringfügig unterschiedliche Bilder. Um sie zur Deckung zu bringen, müssen die Augen etwas zueinander gedreht werden. Besonders deutlich wird das bei naheliegenden Gegenständen.

Genauso funktioniert auch der Basis-Entfernungsmesser aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien. Zwei Fernrohren sind in einem Abstand von rund einem Meter (der „Basis“) auf einer Schiene montiert und visieren ein entfernten Punkt an. Mit einem Mikroskop werden die beiden Bilder zur Deckung gebracht. Aus dem Winkel, den die optischen Achsen einnehmen, wird die Entfernung berechnet. Bei 40 m Entfernung liegt die Genauigkeit immerhin bei ± 1,5 cm. Diese Methode wird in der Vermessungstechnik allgemein verwendet und heißt „Triangulation“. Mit wesentlich größeren „Standlinien“, z. B. dem Erddurchmesser oder sogar dem Erdbahndurchmesser, lassen sich sogar die Entfernung des Mondes, der Sonne oder anderer Himmelsköper ermitteln.

Hersteller: F. W. Breithaupt & Sohn GmbH & Co. KG, Kassel
Entstehungszeit: ca. 1970


Inv.Nr. 68413/1

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