Deutsche Volksgasmaske mit Filter und Originalverpackung, um 1940

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Der Wunsch, Menschen vor giftigen Gasen zu schützen, förderte die Entwicklung von Atemschutzgeräten. Sie waren im Bergbau, in Betrieben, bei Feuerwehreinsätzen und im militärischen Bereich im Einsatz.

Mit Volksgasmasken, die im Zweiten Weltkrieg entwickelt wurden, sollte die Zivilbevölkerung vor den Folgen eines Einsatzes von Chemiewaffen geschützt werden. Sie waren zwar nicht so leistungsfähig wie die für die Soldaten bestimmten Gasmasken, ließen sich aber schneller und kostengünstiger herstellen.

Die „Deutsche Volksgasmaske“ wurde ab Juli 1937 an die Bevölkerung verteilt. Man zog sie haubenartig über den Kopf. Sie hatte zwei getrennte Sichtgläser und einen runden, aufschraubbaren Filter. Je nach Kampfstoff leistete sie maximal 20 Minuten Schutz, gegen Phosgen fünf Minuten. Bis Kriegsende wurden rund 45 Millionen Exemplare hergestellt.

Die im Technischen Museum Wien aufbewahrte Type Nr. 56 WaA104 konnte in einer handlichen Verpackung jederzeit mitgetragen werden. Stete Bereitschaft und regelmäßige Pflege waren angeraten. In der Gebrauchsanleitung hieß es: „Pflege deine Volksgasmaske noch besser als deine Kleidung, denn sie soll dir gegebenenfalls das Leben retten!“



Inv.Nr. 24710/1

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