Drehstrom-Trocken-Transformator Typ DTG 40/20

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©  Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Elektrotechnik
Epoche
1970 - 1979
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Transformatoren werden eingesetzt, um die Höhe elektrischer Spannungen anzupassen. Das ist notwendig, um Elektrogeräte ordnungsgemäß zu betreiben, aber auch, um Hochspannung erzeugen zu können.

Ein Transformator ist ein vergleichsweise einfaches Gerät und kommt ohne bewegliche Teile aus. Im einfachsten Fall besteht er aus zwei Spulen, die um einen Eisenkern gewickelt sind, wobei die Spulen unterschiedliche Windungszahlen aufweisen müssen. Das Verhältnis der Windungszahlen entspricht dem Verhältnis der Spannungen.

Trafos werden überall dort eingesetzt, wo die zur Verfügung stehende Spannung zu hoch oder zu niedrig für den Betrieb bzw. die Übertragung ist; sie sind daher in nahezu allen elektrischen Geräten eingebaut, die wir tagtäglich benutzen – Mobiltelefon, Modelleisenbahn und Mixer benötigen in der Regel weniger Spannung als die 230 Volt aus der Steckdose.

Damit elektrische Energie über weite Strecken übertragen werden kann, muss die Spannung hochtransformiert werden, um geringe Leiterquerschnitte zu ermöglichen. Erst in (geographischer) Nähe des Endverbrauchers wird die elektrische Spannung wieder heruntertransformiert.

Würde die von einem Generator erzeugte elektrische Energie untransformiert direkt zum Verbraucher übertragen werden, wären Stromleitungen mit sehr hohen Querschnitten notwendig. Dermaßen dicke Stromkabel oder -schienen wären allerdings viel zu teuer und von der technischen Machbarkeit nicht praktikabel.

Durch die Entwicklung von Transformatoren in den 1880er Jahren wurde überhaupt erst eine flächendeckende Elektrifizierung möglich. Das Grundprinzip des Transformators hat sich im Lauf der Geschichte nicht verändert, lediglich die Bauweise konnte vor allem aufgrund verbesserter Materialien optimiert werden. Es waren somit immer kleinere und leichtere Bauarten sowie verlustärmere Ausführungen möglich.

Der hier gezeigte Drehstrom-Trocken-Transformator aus dem Jahr 1970 wandelt 20.000 Volt (sogenannte Mittelspannung) in 525 V um und war bei der Firma Bunzl & Biach in der Papier erzeugenden Industrie im Einsatz. Üblicherweise werden bei einem Transformator die Spulen von einem Isolieröl gekühlt und elektrisch isoliert; bei einem Trockentransformator hingegen kommt kein solches Transformatorenöl zum Einsatz. Hier sind die Oberspannungswicklungen in Gießharz vergossen, wodurch das Gerät u.a. weniger Wartung benötigt und, mit einem Fahrgestell versehen, mobil ausgeführt werden kann.

Objektschenkung, herzlichen Dank an: BARTH GMBH E-Motoren & Trafos



Inv.Nr. 77554

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