Jun. 2011 - Jul. 2014

Unter Strom Elektrotechnik & Pathologie

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 © Technisches Museum Wien
Ausstellung
Energie

Laufzeit: 02.06.2011 - 06.07.2014

Die Ausstellung begab sich auf die Spuren des Wiener Arztes Stefan Jellinek, der sich den „dunklen Seiten“ der Elektrotechnik widmete – er begründete die Elektropathologie als eigenes Fach.

Elektrizität und Sicherheit

An vier ausgewählten Beispielen wurden typische Elektro-Unfälle aus dem frühen 20. Jahrhundert dargestellt und gezeigt, wie umfassend der Wiener Arzt Stefan Jellinek solche Fälle dokumentierte. Er leistete damit Pionierarbeit in der Unfall-Prävention. Einige Grafiken aus Jellineks Publikation „Elektroschutz in 132 Bildern“ veranschaulichten unterschiedlichste Gefahrensituationen im Umgang mit Elektrizität.

Blitzen und Blitzunfällen war ein eigener Bereich gewidmet, genauso wie Hoch- und Niederspannungsunfällen aus jüngster Zeit. Dort wurden auch die heute gültigen Schutzeinrichtungen gezeigt.

Ein zentrales Objekt der Ausstellung war das übergroße Funktionsmodell eines Fehlerstromschutzschalters (FI-Schalter). Seit 1980 sind Fehlerstromschutzschalter in Österreich auch in Privathaushalten vorgeschrieben.

Im Zentrum der Ausstellung befand sich ein Hands-on zum Thema „Strom spüren“. Unter Aufsicht eines Kulturvermittlers konnten dort anhand eines medizinischen Reizstromgeräts unterschiedlichste Arten von Strom gefühlt werden. Gleichzeitig wurden diese Ströme mit einem angeschlossenen Oszilloskop sichtbar gemacht.

Elektropathologie – die Sammlung Stefan Jellinek

Die Gründung der „Elektropathologie“ als eigenständiges Forschungsgebiet ist eng verbunden mit der Person Stefan Jellinek (1878-1968), der als Gerichtsmediziner ab 1898 begann, alle ihm bekannt gewordenen Strom-Unfälle genau zu dokumentieren.

Das Elektropathologische Museum wurde von Jellinek um die Jahrhundertwende gegründet. Bis Ende 2002 konnten sich BesucherInnen dort über die Gefahren im Umgang mit Elektrizität informieren. 2005 wurde die etwa 2.000 Objekte umfassende, einzigartige Sammlung von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt dem Technischen Museum Wien übergeben.

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