• FA-112967 Selbstporträt mit Gewehr, um 1856, © Joseph Petzval
  • FA-112778 Ortsansicht, um 1841, © Anton Martin (zugeschrieben)
  • FA-112939 Wien Panorama, um 1850, © Paul Pretsch (zugeschrieben)
Okt. 2003 - Feb. 2004

Die Schärfung des Blicks

Joseph Petzval: Das Licht, die Stadt und die Fotografie

Laufzeit: 23. Oktober 2003 - 22. Februar 2004

Das Technische Museum Wien bietet einen ersten Einblick in seine Sammlung historischer Fotografien. In der Präsentation "Die Schärfung des Blicks. Joseph Petzval: Das Licht, die Stadt und die Fotografie" wurden einzigartige - teilweise noch nie ausgestellte - Objekte aus der Frühzeit der österreichischen Fotografiegeschichte gezeigt. 

Entlang der Lebensgeschichte von Joseph Petzval (1807-1891), Professor für Mathematik an der Universität Wien, eines bedeutenden Protagonisten der österreichischen Fotografieentwicklung, dokumentiert die Schau eine faszinierende Spurensuche in der Pionierzeit eines neuen Mediums. Zu sehen sind u.a. jene Daguerreotypien, die zu den frühesten fotografischen Dokumenten gehören. Gezeigt werden auch eine Serie der ältesten erhaltenen Panoramafotografien Wiens, aufgenommen vom Turm des Stephansdoms aus, ebenso wie beeindruckende Porträtstudien auf Salzpapier aus dem Nachlass Petzvals. Ausgestellt wurde schließlich auch der Prototyp der Kamera, mit der Joseph Petzval als Erforscher des fotografischen Lichts bekannt wird und die später unter dem Namen "Voigtländer" berühmt wurde. 

Die Ausstellung und der Katalog dokumentieren das differenzierte Beziehungsgeflecht zwischen Fotografie und Gesellschaft in den Aufbruchsjahren des neuen Mediums. Sie widmet sich den Verbindungen zwischen Stadt und Fotografie, beschäftigt sich mit den Querverbindungen zwischen Politik, Wirtschaft und Militär, die in der Fotografie jeweils ihr zukünftiges Medium sehen. Anhand einer Reihe von Versuchsaufnahmen Petzvals geht sie schließlich den Inszenierungen des Körpers vor der Kamera nach.

Konzeptionsteam

Projektleitung: Elisabeth Limbeck-Lilienau
KuratorInnen: Manuela Fellner, Anton Holzer, Elisabeth Limbeck-Lilienau
Gestaltung: Bernhard Denkinger

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