• Hands-on_Meinungsdschungel_In Bewegung Hands-On "Meinungsdschungel", © PLANET Architects/Technisches Museum Wien/Klaus Pichler
  • Hands-on_Meinungsdschungel_Aufbau_In Bewegung Aufbau: Hands-On "Meinungsdschungel", © PLANET Architects/Technisches Museum Wien/Klaus Pichler
  • Hands-on_Meinungsdschungel_Planung_In Bewegung Planung: Hands-On "Meinungsdschungel", © PLANET Architects/Technisches Museum Wien/Klaus Pichler
Ausstellung
In Bewegung
Design, Entwicklung und Bau

Hands-On: Technik begreifen

Neben den Objekten aus der umfangreichen Sammlung des Technischen Museums Wien locken insbesondere die interaktiven Ausstellungsexponate – die sogenannten „Hands-On“ – alle Altersgruppen ins Museum.

Fünf Mitarbeiter aus den Fachgebieten Mechatronik, Software-Entwicklung und Elektrotechnik kümmern sich um über 200 Hands-On in den verschiedenen Ausstellungsbereichen des Museums. Der Bereich „Hands-On“ hat in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Expertise rund um Design, Entwicklung und Bau von interaktiven Ausstellungselementen aufgebaut.

Wie entstehen Hands-On?
Bei der Planung einer neuen Ausstellung werden in enger Kooperation mit den Ausstellungskuratoren Themen identifiziert, die sich für eine interaktive Umsetzung eignen. Am Beginn dieses Entwurfsprozesses steht eine Reihe an Fragen:
  • Welche Inhalte sollen durch das Hands-On vermittelt werden? 
  • Bietet das Thema genug Variationsmöglichkeiten, damit das Hands-On auch zur wiederholten Benützung einlädt?
  • Macht es Spaß, das Hands-On zu benützen?
  • Spricht das Hands-On möglichst viele Sinne an?
  • Kann man es gemeinsam spielen? Oder ist es nur für eine Einzelperson vorgesehen?
  • Spricht das Hands-On gleichermaßen Kinder und Erwachsene an?

Die Antworten auf diese Fragen fließen in das sogenannte „Pflichtenheft“ ein. So wird festgelegt, welche Funktionen das Hands-On aufweisen muss. Hands-On müssen im Ausstellungsbetrieb sehr hohen Anforderungen entsprechen. Mehr als 100.000 Betätigungen pro Jahr sind dabei nichts Ungewöhnliches. Eine zusätzliche Sicherheitsanalyse garantiert, dass von den Hands-On keinerlei Gefährdung für die BesucherInnen ausgeht.

Konstruktion und Pre-Tests
Zumeist wird ein erster Prototyp aufgebaut, um einzelne technische Komponenten zu testen. An dieser Stelle werden oft noch Anpassungen in der Software vorgenommen, die sich aus den Funktionstests ergeben. Die Prototypen sind dann die Basis für die weitere Arbeit der Gestalter und Grafiker.

Bei der Mitmachausstellung „In Bewegung“ wurden erstmals vor Ausstellungseröffnung Schulklassen und JahreskartenbesitzerInnen eingeladen, die Hands-On zu testen. Dank der wertvollen Rückmeldungen konnten weitere Anpassungen vorgenommen werden, sodass nun verständliche und verlässlich funktionierende Hands-On zur Verfügung stehen.

Teamarbeit 
Eine Vielzahl an SpezialistInnen ist mittlerweile an der Entwicklung und am Bau von Hands-On beteiligt. Die umfangreiche Zusammenarbeit mit der Tischlerei, der Grafikproduktion und der Schlosserei des Museums sei hier als eine von vielen Komponenten erwähnt.

Evaluation
In der Mitmachausstellung „In Bewegung“ wird in Kooperation mit Wissenschaftspartnern eine umfangreiche Evaluation durchgeführt. Es wird das BesucherInnenverhalten in der gesamten Ausstellung, als auch in Bezug auf die Hands-On untersucht. Zusätzlich sind alle Hands-On mit Zählwerken ausgestattet, die weitere Rückschlüsse auf die Art der Benutzung zulassen.

Bis heute wurden fast 70 neue Hands-On für Sonder- und Dauerausstellungen im Technischen Museum Wien entwickelt und gebaut.

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