Motorsport in Österreich

Flugplatzrennen Wien-Aspern 1972

Synonyme: Preis von Wien

Der Flughafen Aspern im Nordosten von Wien wurde 1912 eröffnet und war bis 1977 in Betrieb. Seit 1956 fanden hier Auto- und Motorradrennen auf den drei Pisten auf einem 2,7 km langen Rundkurs, veranstaltet vom Österreichischen Automobil-Sport-Club, statt. Die ersten beiden Flugplatzrennen für Motorräder, Tourenwagen, Formel V und Formel Ford zählten zur österreichischen Staatsmeisterschaft. Erster Rennleiter war Martin Pfundner, als Starter fungierte Alfred Neubauer, der ehemalige Chef des Mercedes-Benz Formel-1-Teams. Nach einer Unterbrechung 1959 und 1960 konnte das Flugplatzrennen ab 1961 als „Preis von Wien" fortgesetzt werden. Hier lieferten sich u. a. Gunther Philipp, Jochen Rindt, Niki Lauda und Dieter Quester spannende Positionskämpfe. 1961 fuhr Stirling Moss, der Sieger in derFormel 1-Klasse, mit 1,122 Minuten absoluten Rundenrekord auf Lotus, und Gunther Philipp in der Grand Tourisme-Klasse über 1600 ccm. 1962 gewann Jochen Rindt bei den Tourenwagen in der Klasse über 1600 ccm auf Alfa Romeo TI. 1963 siegte wieder Gunther Philipp in der Grand Tourisme-Klasse über 1600 ccm und Curt Ahrens gewann den „Preis von Wien“, überreicht vom saudiarabischen König Saud ibn Abd al-Azis. Nach dem Tod des österreichischen Rennfahres Curd Barry 1964 firmierte der Bewerb bis 1968 auch als „Curd Barry-Gedenkrennen". Von 1966 bis 1969 zählte die Veranstaltung zum Tourenwagen-Europapokal. Im Jahre 2009 fand vor der Abtragung der Pisten ein letztes Rennen als Revival für historische Automobile als „9. Großer Preis von Wien" statt.


Rennserie: Flugplatzrennen Wien-Aspern, 1957, 1958, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977
Datierung: 1957-1977
Renndisziplin: Straßen- und Rundstreckenrennen
Zugelassee Fahrzeuge: Automobile, Automobile und Motorräder
Reichweite: international, internationaler Meisterschaftslauf
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