• FA-111714 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Büro
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1900 - 1909

Aktenordner mit Schuber

Schwanhäusser, Wien um 1900

Bureau


Ende des 19. Jahrhunderts schafft der Aktenordner von Louis Leitz Ordnung im Büro. Er ermöglicht die systematische Verwaltung schriftlicher Korrespondenz.

Die Zunahme der Wirtschafts- und Verwaltungskorrespondenz führt im 19. Jahrhundert zur Rationalisierung der Arbeitsabläufe. 1896 entwickelt Louis Leitz den Aktenordner, der die systematische Ablage von Schriftstücken und jederzeit raschen Zugriff auf sie ermöglicht. Mit der Schreibmaschine lassen sich Korrespondenzen in einheitlicher Form abwickeln. Das Diktaphon zeichnet Sprache auf Wachsrollen auf, wodurch Schreibkräften wesentlich mehr Diktate aufgebürdet werden können als zuvor. 

Es sind vorrangig Frauen, die in den immer zahlreicher werdenden Büros arbeiten. Sie sehen die Büroarbeit als Einkommensquelle und als Chance für den sozialen Aufstieg. Die leitenden Funktionen bleiben freilich weiterhin von Männern besetzt. Frauen nehmen Stenogramme auf und bedienen Schreib-, Rechen-, Vervielfältigungs-, Adressier- oder Buchungsmaschinen. Die Fabriken liefern mit ihren Maschinen Ausbildungsanweisungen mit, um das zumeist ungelernte Personal für die Tätigkeit an den Maschinen anzulernen.

Inv.Nr. 29593
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