Audiometer

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 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Hören Sie schlecht oder spricht ihr Gegenüber zu leise? Aufschluss darüber kann nur ein Messgerät geben: das Audiometer.

Die Audiometrie ist ein Teilgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Sie dient zur Feststellung der Hörleistung eines Menschen, die folgendermaßen getestet werden kann:
Der Proband hört über Kopfhörer verschieden hohe Töne. Man beginnt mit kleinen Lautstärken und steigert solange, bis sich der erste Höreindruck einstellt. Für beide Ohren werden die gehörten Werte getrennt markiert: für das rechte Ohr in Rot, für das linke in Blau. Die Werte wurden früher in einer Tabelle eingetragen, heute werden sie mit dem Computer erfasst und mit einer Normkurve verglichen. Die Normkurve wurde aus Mittelwerten vieler Messungen an gesunden, jungen Menschen erstellt. Die Tonhöhenempfindlichkeit nach oben hin nimmt mit zunehmenden Alter allmählich ab. Dabei verändert sich auch die Hörschwelle hinsichtlich der Lautstärke. Dieser normale Vorgang kann sich durch Erkrankung oder übermäßige Schallbelastung erheblich beschleunigen.

Die Regler und Schalter auf der Vorderseite des Audiometer M 132 aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien dienen zum Einstellen der Lautstärke, Tonhöhe und Klangfarbe des angebotenen Tones. Zudem kann auf Impulse umgestellt werden. Das ist für bestimmte Untersuchungen erforderlich. Zum Testen des Richtungshörens kann auch Rauschen in unterschiedlicher Lautstärke eingestellt werden.

Hersteller: Viennatone Hörgeräte GmbH, Wien
Entstehungszeit: 1963


Inv.Nr. 57640/1

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