Coupé-Landauer, Type XX Achtsitzige Postkutsche

Wagenfabrik Josef Rohrbacher, Wien, 1894

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Post
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1850 - 1899

Postkutsche


Postkutschen transportieren neben Poststücken auch Reisende. Es entsteht ein ausgedehntes Netzwerk an Fahrtrouten, das bis zur Verbreitung der Eisenbahn existiert.

Öffentliche Postkutschen befördern seit dem 18. Jahrhundert Reisende, Briefe und Pakete zu festgesetzten Zeiten und Tarifen. Wo sich die Fahrpostlinien kreuzen, werden die Anschlusszeiten aufeinander abgestimmt. Reisezeiten werden dadurch kalkulierbar, Meilenweiser, Postroutenkarten und Reiseführer machen Routen planbar. Gedruckte Vorschriften regeln das Reisen, Reisepapiere gewährleisten lückenlose staatliche Kontrolle. Für die Fahrpost sind alle 15 bis 30 Kilometer Stationen für den Pferde- und Kutschenwechsel (Relais) angelegt. Wenn sich die Kutsche der Station nähert, gibt der Kutscher mit dem Posthorn Signal, Personal und frische Pferde bereitzustellen. Verbesserungen im Wagen- und Straßenbau beschleunigen den Postverkehr. Dennoch lösen ab 1860 Eisenbahnen die Postkutschen auf den Fernstrecken ab. In ländlichen Gebieten und auf Bergpässen setzt man sie aber weiterhin ein. Noch um 1900 befördern vielerorts Postkutschen Sommergäste zwischen Bahnhof und Kurort.


Inv.Nr. 55791/1

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