Dampflokomotive „Ajax“

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Verkehr
Sammlungsgruppe
Eisenbahn
Ausstellung
LOK.erlebnis
Epoche
1800 - 1849
Im Technischen Museum Wien steht die älteste erhaltene Dampflokomotive des europäischen Kontinents.

Die Kaiser Ferdinands-Nordbahn war die erste dampfbetriebene Eisenbahnstrecke in der österreichischen Monarchie. Die Nordbahn transportierte Rohstoffe aus Mähren und Schlesien. Sie war bis zum Zerfall der Monarchie die erfolgreichste Bahnstrecke.

Die zweigleisige Hauptstrecke erhielt zahlreiche Flügellinien. Für die Strecke nach Stockerau kaufte man 1841 zwei Lokomotiven. Erst in diesem Jahr wurde die erste heimische Lokomotivfabrik in Österreich, die Maschinenfabrik der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn, fertiggestellt.

Die Lokomotiven „Ajax“ und „Minotaurus“ wurden daher bei der englischen Firma James, Turner & Evans bestellt. Merkmale des typisch englischen Konstruktionsstils waren ein kurzer Achsstand und innen liegende Zylinder. Zum Transport mussten die Lokomotiven zerlegt werden. Sie erreichten Wien zuerst mit dem Schiff und auf Karren verladen. Dann wurden sie wieder zusammengebaut.

Die beiden Schwestermaschinen fuhren fortan im Personen- und Güterzugverkehr. 1856 bekam die „Ajax“ einen neuen Tender. Er war 1847 von der Maschinenfabrik der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn gebaut worden. 1857 erhielt sie einen neuen Dampfkessel und blieb danach noch 17 Jahre im Einsatz.

Abgestellt in einem Schuppen der Nordbahn, geriet sie in Vergessenheit. Zum 70-jährigen Jubiläum der Bahnlinie wurde sie wiederentdeckt, restauriert und erhielt schließlich einen Platz im Technischen Museum Wien.

Inv.Nr. 40561/1

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