• FA-124238 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
  • FA-124239 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Technische Grundlagen
Sammlungsgruppe
Rechen-, Zeichen- und Konstruktionsgeräte
Epoche
1960 - 1969
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Demonstrationsrechenschieber

Rechenschieber sind einfache Rechenhilfen, mit denen rasch eine Überschlagsrechnung ausgeführt werden kann. Zur Einschulung wurden große Demogeräte verwendet.

Vor der Erfindung des Taschenrechners waren zur Berechnung von Multiplikationen, Divisionen, Potenzen, Winkelfunktionswerten etc. zumindest Papier und Bleistift oder ein Tabellenbuch erforderlich. Der Rechenschieber erleichterte die Rechenarbeit erheblich. Auf seinen Teilen sind viele dieser Werte bereits aufgedruckt. Sie können durch Verschieben des Mittelteils kombiniert werden.

Dem Rechenschieber liegt folgendes Prinzip zugrunde: Die Multiplikation zweier Zahlen lässt sich bei einer sich progressiv verengenden Teilung („logarithmisch“) auf die Addition zweier Strecken zurückführen. Dies war bereits um 1600 bekannt und führte kurz darauf zur Konstruktion der ersten Rechenstäbe. 1850 wurde der Aufbau des Rechenschiebers vereinheitlicht: Er besteht aus den Grundskalen C und D, den Quadratskalen A und B, der Kubikskala K sowie der Sinus- und Tangensskala. Ein transparenter Läufer erleichtert das Ablesen, wie auch bei diesem Rechenschieber aus den Sammlungen des Technischen Museums Wien.

Der Rechenschieber hatte auch einen zusätzlichen didaktischen Effekt: Da sich z. B. die Zahlen 2 und 2000 auf der Skala nicht unterscheiden, musste man sich vorher überlegen, welche Größenordnung das Ergebnis wohl haben würde.

Ähnlich wie das Stethoskop beim Arzt, war der Rechenschieber lange Zeit das Kennzeichen von Ingenieuren.

Hersteller: Aristo
Entstehungszeit: um 1960


Inv.Nr. 74927
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