• Kochkiste olso Krieg und Technik Kochkiste olso, © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Alltag
Sammlungsgruppe
Haushaltstechnik
Ausstellung
Alltag - eine Gebrauchsanweisung
Epoche
1910 - 1919

Die Kochkiste „OLSO“

Während des Krieges kommt es zu Mangel und Rationierung von Kohle. Erleichterung soll die Verwendung von sparsamen Heiz- und Kochgeräten bringen. „Kocht mit Kochkiste!“ lautet eine der vielen Empfehlungen.

Die kriegsbedingte Einschränkung von Abbau- und Transportkapazitäten führt zu einem Engpass an Kohle und in der Folge auch an Gas und Strom. Noch verfügbare Nahrung, wie Rüben oder Erdäpfel, kann nur sparsam gekocht werden.

Eine Kochkiste hält das auf dem Herd erhitzte Essen länger auf hoher Temperatur und ersetzt damit weitere Hitze im Herd und Heizmaterial. Dieses System ist schon länger bekannt, wird aber während des Ersten Weltkriegs weiter entwickelt. Durch die Zugabe von „Wärmesteinen“, auf dem Herd erhitzten Schamotte-Steinen, kann in der Kiste gezielt von unten und oben zusätzlich Wärme abgegeben werden. Ein Exemplar dieses neuen Typs, die „OLSO“-Kochkiste, zeigt man in der „Ersatzmittel-Ausstellung“ 1918 im Wiener Prater. Sie wird auch als „selbsttätiger Koch-, Brat- und Backapparat“ beworben, der vor „Kohlen- und Gas-Not“ bewahrt. Für den Bau einfacherer Modelle bieten Frauenvereinigungen Kurse und günstige Bausätze an. Eigene Broschüren beschreiben die Besonderheiten dieses Kochgerätes und die darauf abgestimmten Rezepte.



Inv.Nr. 19067/1
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