Geographic US 437  5-Röhren-Rundfunkempfänger

Ingelen, 1937

Bild
 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Information & Kommunikation
Sammlungsgruppe
Radio und Fernsehen
Ausstellung
medien.welten
Epoche
1930 - 1939

Röhrenradios


Nach dem Ersten Weltkrieg bringt das Radio die weite Welt ins Wohnzimmer. Die Radiogeräte entwickeln sich vom behelfsmäßigen Empfänger zum luxuriösen Statussymbol.

Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht aus der militärisch genutzten Radiotelegrafie der zivile Rundfunk. In Wien bietet ab 1924 die staatliche Ravag Programm für ihr Publikum. Sie bringt gegen Gebühr Musik und amtliche Nachrichten in die Wohnungen der Hörer. Neben den einfachen Detektoren kommen auch kostspielige Röhrengeräte mit batteriegespeisten Verstärkerröhren auf den Markt. Ihr größter Vorzug sind separate Lautsprecher, die das Programm laut und deutlich wiedergeben, sodass man auch in der Gruppe einer Sendung lauschen oder zur Musik tanzen kann. Aus Kleingeräten mit einzelnen, aufgesteckten Röhren entwickeln sich truhenförmige Empfänger, die über mehrere Empfangsröhren verfügen. Die Entwicklung von Netzgeräten macht alsbald Batterien verzichtbar. Lautsprecher werden ins Gehäuse eingebaut. Die großen, zu exklusiven Möbeln passenden Geräte in Edelholzgehäusen dienen auch als Statussymbole. Ihre Glasskalen weisen Sendestationen in aller Welt aus, schließlich ist durch die Signalverstärkung auch Fernempfang möglich – selbst über die Zimmerantenne.

Inv.Nr. 55108

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