Hüttenwerk Pöckstein St. Salvator (Kärnten), 1836

Die Zeichnung vom Hüttenwerk Pöckstein ist ein Schnitt durch das Hochofenwerk und die Anlagen. Sie zeigt den Wallaschhammer, das Stahlhammergebäude, das Wassergebläse und den Zainhammer.

Insgesamt 17 technische Zeichnungen aus dem frühen 19. Jahrhundert dokumentieren das Hüttenwerk Pöckstein. Es sind Ansichten von den Werksanlagen mit Hammereinrichtungen, den Gebäuden und den Grundstücksplänen. Angefertigt wurden diese Pläne im alten Längenmaß, dem Wiener Klafter, das bis 1872 in Österreich gültig war.

Das Bistum Gurk besaß Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen großen Bergbau- und Hüttenwerkskomplex. Dazu zählten die Schmelzwerke in Hirt und St. Salvator, die Hammerwerke in St. Salvator, Steinbrücken, Gasteigen, Pölling, St. Magdalena und Gurk. Mehrere Hammerwerke – darunter auch Pöckstein – wurden aber bereits vor 1855 aufgelassen. Der Hochofen in St. Salvator wurde 1869 geschlossen. Der Höhepunkt der Roheisenerzeugung in Kärnten war in den Jahren 1871 und 1872 erreicht. Vergleicht man die Daten der Kronländer der österreichisch-ungarischen Monarchie, so lag Kärnten damals an zweiter Stelle. Ab diesem Zeitraum nahm die Produktion laufend ab, bis Kärnten 1908 endgültig aus dem Kreis der Roheisenproduzenten ausscheiden musste.

Der Archivbestand des Technischen Museums Wien aus der Sammlungsgruppe Bergbau und Hüttenwesen umfasst insgesamt ca. 780 technische Zeichnungen von Anlagen, Maschinen und Detailansichten aus dem Zeitraum 1830 - 1920.


Inv.Nr. BPA-000201/5
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