Sammlungsbereich
Energie & Bergbau
Sammlungsgruppe
Elektropathologie
Epoche
1910 - 1919
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.

Jellineks Rettungstornister für elektrische Unfälle

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Im Weltkrieg dient Strom nicht nur als Antriebsenergie, sondern auch als Waffe. Unter Starkstrom gesetzt, sollen Drahthindernisse vor den Schützengräben für anstürmende gegnerische Soldaten unüberwindbar werden.

In der k.u.k. Armee werden 1915 spezielle Elektrofeld-Bataillone aufgestellt, die sich mit der Errichtung solcher Hochspannungshindernisse befassen. An der wissenschaftlichen Erforschung der Stromwaffe wirkt der Wiener Stabsarzt Stefan Jellinek mit. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Wirkungen des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper zu untersuchen. Dabei stellt sich als Anforderung, eine möglichst tödliche Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig entwickelt Jellinek zum Schutz der eigenen Soldaten einen Rettungstornister für elektrische Unfälle. Darin enthalten sind Isolierhandschuhe, Zangen, ein Zungenstrecker sowie Salben und Verbandsmaterial. Eine ebenfalls enthaltene, sechsteilige Bilderfolge zeigt, wie Ersthelfer mit einem in den Stromkreis geratenen Soldaten verfahren müssen, um ihn zu retten und sich selbst dabei vor Verletzung durch den Strom zu bewahren.



Inv.Nr. 67424
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