• FA-123615 © Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
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Kabine der Stubnerkogelbahn

Der moderne Skitourismus wäre ohne Seilbahnen undenkbar. Österreich zählt zu den seilbahnreichsten Ländern der Welt. Jährlich werden über 150 Millionen Personen auf die Alpen befördert.

Die frühesten Luftseilbahnen für Materialtransporte entstanden schon vor über 1.200 Jahren in China. Wilhelm Albert hatte 1834 das Drahtseil erfunden. Drei Jahre später stellte der Wiener Mechaniker Franz Xaver Wurm seine Verseilmaschine vor. Sie verhalf den Seilbahnen zum Durchbruch.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden Seilbahnen für Materialtransporte genutzt. Während des Ersten Weltkriegs waren sie auch bedeutsam für den Nachschub in den Dolomiten. Zum kontinuierlichen Gütertransport wurden fast ausschließlich Umlauf-Seilbahnen genutzt.

Die ersten Personenseilbahnen entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie waren Pendelbahnen mit zwei hin- und herfahrenden Kabinen.

Im Jahr 1950 wurde die erste Umlauf-Seilbahn für Personentransport in Österreich errichtet. Sie war nach dem System des Salzburgers Dr. Georg Wallmannsberger konstruiert.

Bei Umlauf-Seilbahnen werden die Kabinen in der Station vom Antriebsseil gelöst. Sie fahren auf Schienen langsam weiter und können für den Einstiegsvorgang anhalten. Damit ist ein fast kontinuierlicher Personenfluss möglich. Die letzte Bahn nach dem System Wallmannsberger wurde heuer in Gmunden stillgelegt und wird gegen einen Neubau ersetzt.

Heute sind Umlauf-Seilbahnen bei Kabinen- und Sesselbahnen in unzähligen Ausführungen auf der ganzen Welt im Einsatz.


Inv.Nr. 40696/1
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