Karlshütte in Friedeck (Mähren), um 1900

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Quelle: Technisches Museum Wien, Foto: Peter Sedlaczek
Sammlungsbereich
Die Quellenvielfalt des Archivs
Sammlungsgruppe
Karten und Pläne
Epoche
1900 - 1909
Dieses Objekt ist derzeit im Museum nicht ausgestellt.
Der Lageplan der Karlshütte zeigt den Werksobergraben und den Werksteich sowie die Ostrau-Friedländerbahn und die Gebäude der Eisenwerke.

Die Gebäude der Eisenwerke umfassen neben den Produktionsstätten auch die Arbeiter- und Familienhäuser, Meisterwohnhäuser sowie ein Gasthaus, ein Magazin und einen Konsum. Die Feilenfabrik, ein wenig abseits gelegen, hatte ebenfalls eine eigene Arbeitersiedlung.

Die Eisenwerke des Erzherzogs Albrecht bestanden aus mehreren Hüttenämtern. Die Gründung diente der Verwertung des Brennholzes in den schlesischen und galizischen Besitzungen unter Ausnützung der vorhandenen Wasserkräfte.

Die Karlshütte bei Friedeck (Frýdek) wurde 1833 durch Erzherzog Karl gegründet. Dazu gehörten eine Puddel-Walzhütte, die Gießerei, eine Stahlhammer-Anlage, eine Nagelhütte, die Wellblechhütte – 1890 noch ein Novum –, eine Schaufelfabrik, eine Walzendreherei, eine Zeugschmiede, eine Modelltischlerei und eine Schamotteziegelei.
 
1890 waren ca. 1.000 Arbeiter beschäftigt. In der Feilenfabrik in Friedeck fanden weitere 125 Arbeiter ihren Unterhalt. 1905 übernahm die Österreichische Berg- und Hüttenwerks-Gesellschaft all diese Werke und führte ein umfassendes Investitions- und Konzentrationsprogramm durch. Hugo Noot, Mitglied des Verwaltungsrates von 1905 - 1920, und Georg Günter, Generaldirektor von 1909 - 1923, waren als Mitglieder des Kuratoriums auch für die Gründung des Technischen Museums Wien bedeutend.

Der Archivbestand aus dem Sammlungsbereich Hochbau umfasst in etwa 150 Pläne, technische Zeichnungen, Grundrisse, Schnitte und Bilder von Industrie- und Gewerbebauten samt den Werkstätten, Fabriksanlagen, Arbeitersiedlungen sowie Nebenbauten.


Inv.Nr. BPA-006579/5

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